Feuerherz Blogtour Tag 2

Gestern startete die Blogtour zu Jennifer Wolfs neustem Roman Feuerherz auf Die Schwestern Grimm. Dort könntet ihr euch über die weibliche Hauptfigur informieren und habt auch ganz bestimmt das Wort herausgefunden, welches ihr für das Gewinnspiel benötigt.

Heute erfahrt ihr in diesem Interview vieles über Lissys Schwarm Ilian Balaur und ich weise ebenso daraufhin, dass dieses Interview Spoiler enthält.


So, ihr Lieben, hier kommt jetzt noch die Imagination der Autorin Jennifer Wolf, wie sie sich Illian vorstellt ;) Bitte sabbert nicht euren Monitor voll :D


In diesem Sinne freue ich mich sehr, dass Illian (auch wenn sehr kurzfristig) Zeit für mich hatte (da ich im Umzugsstress bin) und hoffe, dass ihr dieses Interview ebenso informativ findet wie ich ;)

Achtung Spoiler Gefahr!


Man sagt, dass andere Kulturen auch ebenso andere Sitten haben. Da die deine Kultur, deine Welt sehr von Frauen geprägt worden ist, würde es mich interessieren, wie dein Blick auf die Welt der Menschen ist?

Oft voller Neid. Die Menschen, gerade die Männer, haben viel mehr Freiheiten, als die Männer meiner Art. Als Kind fand ich das besonders schlimm, dass ich so in meinem Nest eingespannt war und mein Leben quasi vorbestimmt.


Für einen normal sterblichen Menschen ist es unfassbar, dass sich die menschliche Hülle in eine Sagengestalt verwandelt. Ich kann mir deutlich vorstellen, unter anderem durch deine Tagebucheinträge, wie sehr es wehtuen muss sich zu verwandeln. Doch neben diesem direkten Blickwinkel auf die körperliche Ebene, würde es mich interessieren, wie sich die Transformation auf deinen Geist auswirkt. Während des voranschreitenden Handlungsverlaufes werden mehrere Dinge angesprochen. Doch wie ist der Zwiespalt zwischen Wesen und Mensch wirklich, aus deiner Sicht?

Das ist etwas mit dem jedes Junge meines Nestes, egal ob Mädchen oder Junge, erst einmal klarkommen muss. Plötzlich erwacht da etwas Wildes in einem, man spürt die Hitze, das FEUER im Hals und es ist manchmal als würden sich einem Klauen in den Magen bohren. Das alles schlägt sehr aufs Gemüt, man wird unruhig. Ich und viele andere verarbeiten das durch Sport. 
Es ist schwer zu beschreiben … das Wesen in mir bin auch ich, es fühlt sich als nicht unbedingt fremd an … aber dennoch am Anfang schwer kontrollierbar.


Du schreibst in letzter Zeit viel Tagebuch. Nicht nur, weil deine Verwandlung begonnen hat, wie man sehr schnell erahnt. Doch, jetzt ganz privat unter uns, welches Geheimnis oder Ereignis würdest du selbst dort nicht nieder schreiben?

Oh, da gäbe es einige Dinge :-) 
Aber die werde ich auch hier nicht niederschreiben, ich hoffe du verstehst.


Dein Name löst bei vielen weiblichen Wesen ja mehr aus, als dir lieb erscheinen mag. Doch, wenn du ein ganz normaler junger Mann, in der Blüte seines Lebens stehend, sein würdest, würdest du den Avancen der Frauenwelt erliegen oder würde dein Herz dennoch sich nur nach DER einen sehnen?

Vor Lissy wäre ich sicherlich der ein oder anderen Avancen verfallen. Pubertät ist hart (eindeutig zweideutig!). Aber mit Lissy hat sich alles verändert. Ich habe mich noch nie so angenommen gefühlt wie bei ihr.


Mit Nichten kann einer behaupten, dass das Leben einfach ist. Doch wie sieht so der Alltag eines Drachenmännchens aus, wenn du weitab der Schule bist? Hast du irgendwelche Verpflichtungen (außer als Deckhengst missbraucht zu werden) oder kannst du dir deine Freizeit so einplanen wie es dir gefällt?

Dank meinen Eltern bleibt mir das Schicksal eines Deckhengstes erspart. Im Grund war mein Alltag vor Lissy der eines Sohnes einer Großfamilie (Schule, Hausaufgaben, Haushalt + Geschwister), mit dem Unterschied, dass ich – in der Öffentlichkeit – nichts zu sagen hatte. Wenn meine Familie unter sich war, war das natürlich anders, auch wenn sich glaube ich nicht mal meine Mutter von ihrer Kultur vollkommen freisagen kann. Gerade in Streitmomenten, kommt auch bei ihr das Drachenweibchen durch.


Und wenn wir gerade bei Freizeit sind: Du bist ein Teil beider Welten, doch welche Freizeitbeschäftigung kannst du nicht nachvollziehen, weder in der Welt der Menschen noch in der Welt von Wesen wie dir?

Äh, ich glaube tanzen ist etwas mit dem ich mich wohl nie richtig anfreunden können werde. Vielleicht liegt es daran, dass ich gnadenlos untalentiert darin bin. Ebenso Singen. Dafür liebe ich Sport und bewege mich unheimlich gern.


Das Projekt Großfamilie scheint bei solchen Wesen wie dir in die Tat umgesetzt zu sein, selbst wenn ihr an sich, nicht solche Gefühle kennt wie Vaterglück und Mutterliebe. Doch deine ganze Familie scheint deinen Artgenossen voraus zu sein und auch du hast stattliche Gefühle zu deinem Sohn entwickelt. Wie fühlt man auf einmal so plötzlich, wenn man diese Vatergefühle zulässt?

Mutterliebe gibt es schon, auch Vaterglück … irgendwie. Nur gibt es kein „Besitz“-Gefühl was Kinder anbetrifft. Kinder gehören dem Nest und jedes muss beschützt und großgezogen werden. Wobei natürlich die Hauptaufmerksamkeit auf den Mädchen liegt.


Bei mir und Roran war das von Anfang an anders, es dauerte nur bis ich es mir selbst eingestehen konnte. Er gehört mir und dieses Gefühl von Zugehörigkeit ist sehr stark.
Und wenn wir schon einmal beim Familienleben sind: Deine Mutter ist eine bemerkenswerte Frau. So stark und voller Überzeugung, für das einzustehen, was ihr am Herzen liegt. Doch mich würde interessieren, welche die wohl wichtigste Eigenschaft von deiner Mutter, Rabiya, ist und zwar ganz und gar aus deiner Sicht.

Ganz und gar aus meiner Sicht? Ihre bedingungslose Liebe uns Kindern gegenüber. Sie nimmt uns so wie wir sind, ob Mädchen oder Junge, klug oder … äh na ja weniger klug (ich kann ja schlecht sagen einer meiner Geschwister wäre dumm, oder :-) ?), chaotisch (schuldig) oder ordentlich. Das ist in meiner Kultur alles andere als normal und selbstverständlich.


Viele Dinge haben sich in letzter Zeit verändert. Du und deine Familie ihr musstet vieles durchmachen. Welchen Gedanken hattest du bei so manchem Kampf? Ging es dort überhaupt um deine Familienmitglieder oder eher um Lissy und Roran?

Um Lissy, Roran, meine Familie, meine eigene Haut. 
Im Kampf, gerade als Drache, denkt man nicht viel. Man ist hochkonzentriert und instinktgesteuert. Man will alles beschützen, was einem lieb ist. 


Lissy. Ein Thema welches ich bisher gar nicht abgeschnitten habe. Nun dies hole ich nach. Wir wissen ja alle, dass du auf sie aufmerksam geworden bist, als ihr Blick dich mit Trauer und Wehmut gefangen hielt. Erst Lissy schaffte es dich aus deiner Welt zu reißen und dir eine andere Perspektive aufzuzeigen. Dementsprechend würde es mich interessieren, ob du dich erst durch sie so entschlossen hast gegen diesen wahnhaften Gedanken deiner Kultur zu wehren, oder ob deine Mutter auch ihren Teil schon in früherer Zeit dazu beitrug?

Meine Mutter hat sicherlich den Grundstein dazu gelegt. Dennoch … gerade in der Pubertät ist es ja so, dass man sich sehr den Freunden, der Clique, anpasst. Man möchte dazu gehören und so wuchs ich auch in meine Position neben Arva herein. Lissy war in der Tat der Anstoß dazu mir Hoffnung zu machen, dass es da draußen tatsächlich eine andere Möglichkeit gibt: Liebe.


Bleiben wir einfach bei Lissy und dem Gedanken, dass ihr eine glückliche Beziehung weiterführen könnt, ohne dass irgendwer oder irgendwas dazwischen funkt. Hast du, ganz unter uns, etwas für eure Zukunft geplant?

Nein, ich bin nicht so der Typ der groß Pläne macht. In dem Punkt bin ich chaotisch wie immer, aber ich hoffe dass es in meiner Zukunft sehr viel Lissy und Roran gibt.


Menschen und Wesen wie du eines bist, können keine Kinder zusammen bekommen. Dies ist, so denke ich, der Schlimmste Manko an dieser Beziehung zwischen dir und Lissy, oder? Ich meine, Kinder mit der Frau, welche man über alles liebt, ist wie das Paradies auf Erden. Oder gibt es etwas viel Schlimmeres, worum du dir Gedanken oder Sorgen machst?

Das stimmt, gerade wenn man wie ich aus einer Großfamilie kommt. Allerdings wäre die andere Option als ungeliebter, wertloser Wächter einer Drachenfrau zu leben. Da mache ich für das Leben in Liebe gerne Abstriche, außerdem gibt es da draußen noch genügend Kinder, die gerne ein schönes Zuhause hätten, sollte Roran mal nicht mehr reichen. Und wenn Lissy ein eigenes will, gibt es dank moderner Medizin auch Möglichkeiten. Aber an so etwas wollen wir noch nicht denken.


Zum Abschluss sei noch erwähnt, dass ihr Drachen nicht so gut auf die Jäger vom Orden zu sprechen gewesen seid. Nun, mich würde interessieren, welche Grausamkeiten als Gerüchte so auf deiner Seite zu den Jägern gesagt worden sind?

Die Jäger haben immer versucht über uns zu bestimmen, weil wir ja angeblich so gefährliche Menschenfresser wären. Ich glaube niemand lässt sich gerne bevormunden und unterdrücken. Es gab auch Zeiten, da haben sie uns ohne guten Grund gejagt und getötet, einfach nur weil wir das sind, was wir sind. Das ist zwar schon sehr, sehr lange her, aber wie man auch an menschlicher Geschichte sieht, wird so etwas so schnell nicht vergessen.


Ihr wollt nun bei dem Gewinnspiel teilnehmen?
Dann sucht das eine hervorgehobene Wort in diesem Beitrag, merkt oder notiert es euch und wartet bis zum Ende der Blogtour auf neue Anweisungen.

Morgen geht es dann auf Letannas Bücherblog weiter ;)


Und das gibt es zu gewinnen:

1. Platz: eBook + Anhänger

2. Platz: eBook + Bloggergeschenke

3. Platz: eBook


3 Sprünge

  1. Hallo und guten Tag,

    interessanten Einblick bekommt man hier in diese Buchgestalt.

    Danke dafür..LG..Karin..

    AntwortenLöschen
  2. Hallo!
    Dein Beitrag ist dir trotz Umzugsstreß gut gelungen!
    Viele Grüße
    Monja

    AntwortenLöschen
  3. Danke für das tolle Interview, die Welt der Drachen in "Feuerherz" fasziniert mich schon jetzt und ich würd Illian wirklich gern mal persönlich treffen ;)

    LG
    Moni

    AntwortenLöschen

Werde auch du zum ZeilenSpringer!

Ihr wollt mit uns zwischen die Zeilen springen? Dann hinterlasst uns einen Kommentar und werdet Teil der ZeilenSpringer.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...