[Rezension] Das Eulenrätsel von Ghila Pan

Das Eulenrätsel bei Amazon


PRODUKTDETAILS:

Titel: Das Eulenrätsel
Reihe: -
Autor: Ghila Pan
Genre: Phantastische Literatur in der All-Age-Fantasy
Herausgeber: Amazon Media EU S.à r.l.
Erscheinungstermin: 15. Oktober 2014
Sprache: Deutsch
ASIN: B00OHIAMHW
Format: eBook
Seitenzahl: 353 Seiten

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Was ist wirklich ‚wirklich‘?

Diese Frage stellen sich auch Lisa und Alwin Richard. Eigentlich wollen die beiden einen entspannten Urlaub auf Hawaii verbringen. Doch plötzlich befindet sich Lisa, die einen unveröffentlichten Roman geschrieben hat, wieder mitten in ihrem Buch – und an seinem Schauplatz, den schottischen Highlands. Ihre Romanfiguren gehen ihr nicht mehr aus dem Kopf und beginnen ihr Leben maßgeblich zu beeinflussen, bis Lisa und ihr Mann in ein gefährliches Abenteuer geraten.

Aber Lisa ist keine gewöhnliche Frau. Sie kann sich drehen und Flügel wachsen lassen.

Auch ahnen vorerst weder Elester Claw, die Flohspinne Tarantilli, noch der BMS- (Bird-Message-Spatz) Posi, dass ihre Verbannung gemeinsam mit weiteren Romanfiguren Lisas in ein ‚Nichtiges Reich‘ – irgendwo über den Wolken Schottlands – ein Ende haben soll.

Nicht nur für Eulalia Birdwitch, die in ständiger Angst vor dem Tod lebt, wäre der Blick in seelische Abgründe und Welten monströser Wesen ein anderer gewesen, hätte sie etwas mehr gewusst…

Der Verlag über das Buch
Das Eulenrätsel ist ein Fantasy-Roman – und ist es nicht. Zwischen den Zeilen tut sich noch anderes auf als eine irreale Welt mit imaginären Gestalten.
Das Eulenrätsel ist ein Experiment.
Es ist ein Lied, eine freche, freie Improvisation über eine der fantasievollsten Symphonien unserer Zeit.
Es ist Nachhall und Neuschöpfung, oder einfach verliebtes Lachen.
Es ist ‚unschuldig’; man darf darüber nachdenken was mit diesem Adjektiv gemeint ist.
Es ist eine Antwort. Mögen sie diejenigen vernehmen, welche die passende Frage gestellt haben.

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Ein Roman, der trotz seiner vielen überflüssigen Dinge eines sehr gut beherrscht: Den Leser auf philosophische Weise auf Missstände in der eigenen Welt hinzuweisen und nebenbei in eine phantastische Welt aufzubauen, welche so vieles in sich trägt, dass einem beim Lesen schier schwindlig wird. Schwindlig, weil zu viele Informationen, zu viele Personen/Wesen in ihm auftauchen und man an Orte gebracht wird, einem nach dem anderen.

Das Cover/Die Gestaltung:
Das bunte Eulentier ist wahrlich auf dem schlichten, schwarzen Hintergrund ein wahrer Hingucker, selbst wenn man nicht gerade auf der Welle der vielen Eulenabbildungen mitschwimmt. Es sagt so wenig und so viel gleichzeitig aus, sodass man, vor allem nach dem Lesen der Kurzbeschreibung zu diesem Buch greift, um dann einzutauchen, ohne zu wissen in welche Richtung es gehen mag.
1,5/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Teilweise nüchtern, teilweise so farbenfroh, dass man diesen Stil einfach nur lieben kann. So besitzt die Autorin Ghila Pan ihren eigenen Rhythmus, lässt in der einen Szene sich alles gemütlich aufbauen und schon in der nächsten Szene kann es vollkommen ins Gegenteil umschlagen, wobei jedoch gesagt werden muss, dass zu Beginn nicht nur die Story geheimnisvoll gehalten ist, sondern auch deren Sprache. So beginnt sie mit nüchternen Erzählungen über die Träume ihrer weiblichen Hauptprotagonistin und lässt das außen vor, was ihren Stil eigentlich ausmacht: Die Art und Weise wie sie phantastische Elemente mit dem heutigen Sein verbindet, ohne je wirklich zu schwülstig zu klingen.
1,5/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Hier gibt es die, die skurrilen Figuren, welche man einfach nur ins Herz schlagen kann. Wenn es denn nicht zu viele gäbe. Von philosophischen Tolkien und Harry Potter Anleihen, bis hin zu den kindischen Wesen, die sich so perfekt machen würden, wenn man bei ihnen eine Entwicklung sehen könnte. Sehen könnte, wie sie zu diesen Weisheiten gekommen sind, selbst wenn sie schon etliche Jahre auf dem Buckel haben. Leider, ja wirklich leider, werden die Figuren in all ihrer Masse zu einem einheitlichen Brei, bei welchem man sich schwer tut zu folgen. Oft wird man einige Stellen  mehrmals lesen müssen, um zu wissen, ob man denn etwas überlesen hat, oder ob die Autorin wieder eine Figur rasant eingesetzt hat, ohne das Wieso zu ergründen. So werden die prägnanten Eigenschaften der vielen Figuren/Wesen zu einem wirren Karussell, der einem schwindlig und ratlos zurück lässt, ohne wirklich auf die vorhandene Tiefe dieser einzugehen.
0,5/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Auch hier wird man erst fündig, wenn man sich hin und wieder durch die Seiten quält. Eine Szene jagt die nächste. Ein Rätsel, ein Geheimnis, ohne jede Spur, mit philosophischen Ansätzen, die keineswegs langweilen, aber dennoch langatmig werden. Im Verlaufe der Zeit, lange nach dem Beginn, setzt sich ein Bild zusammen, lässt aber Fragen offen, stellt neue und lässt erst am Ende alles zu einem Ganzen werden. Durch die schiere Masse, die dem Leser an Informationen gegeben wird, durch die vielen Geheimnisse, die aufgeworfen werden und alles leider zu viel mysteriöses an sich hat, bleibt er auf den viel Seiten des Anfangs hängen, rätselt, langweilt sich und spielt hin und wieder mit dem Gedanken des Aufhörens. Doch wer tapfer durchhält, der wird nichtsahnend eine weitere Story erleben, die einem noch lange nachgeht. Doch leider erst viel zu spät.
1,0/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Durch die vielen Figuren, durch die vielen Ortswechsel und den ungeschriebenen Dingen, die alles in einer mysteriösen Schwebe halten, mangelt es leider an der Nachvollziehbarkeit des Aufbaus, denn mitunter ist man mehr als verwirrt über die unbeschriebenen Personen die kurz auftauchen und dann wieder verschwinden, ohne wirklich für den Leser wahrgenommen zu werden.
0,5/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 5,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die sich auf eine phantastischen Reise einlassen wollen, die mitunter wirr und zusammenhanglos erscheinen wird, sich aber zum Ende hin lichtet und das Preis gibt, was unter all den philosophischen Anleihen verborgen liegt. Mit viel Kritik und vielen Charakteren, schafft sie es allerdings nicht ganz so die Waage zu halten. Denn leider ist alles ein bisschen zu viel in ihrem Roman.
An dieser Stelle bedanke ich mich bei der Autorin Ghila Pan für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

2 Sprünge

  1. Das Buch war mir auch schon aufgefallen, klang aber so verwirrend! Deshalb habe ich es von meiner Leseliste gestrichen! Dir vielen Dank für deine Meinung und deine Standhaftigkeit (FB)! LG Verena von Books-and-cats

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Verena,

      es freut mich, dass dir meine Rezension weiterhelfen konnte. Selbst wenn du jetzt gesagt hättest, dass du es jetzt erst Recht lesen würdest wollen ;) Und danke, dass du mich ebenso verteidigst, das war jetzt der Grund (nicht nur deine Meinung, sondern viele verschiedene Meinungen zu diesem Thema), warum ich mich dazu entschlossen habe eine Kolumne zu schreiben. Und natürlich trifft es genau dieses Thema. Ich würde mich freuen, wenn du dort auch mit diskutieren würdest :)
      http://zeilensprung-literatur-erleben.blogspot.de/2015/04/kolumne-von-guten-rezensionen-und.html


      LG
      Sarah

      Löschen

Werde auch du zum ZeilenSpringer!

Ihr wollt mit uns zwischen die Zeilen springen? Dann hinterlasst uns einen Kommentar und werdet Teil der ZeilenSpringer.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...