[#girlonthetrain] Leseabschnitt 3: Seite 188 - 275


Und wieder einmal bin ich es. Ja, das Buch hat wirklich etwas an sich. Einen Thriller kann ich daraus nicht sehen, eher interessante Charakterstudien, die zwischen der Wirklichkeit, den Erinnerungen und dem Traum hin und her schwanken.

Megan


Seite 188 bis 192

Donnerstag, 21. März 2013 bis Donnerstag, 21. März 2013
Morgen und Abend wechseln sich wie Protokolle ab. Der Zug von außen, donnernd wie der nahende Streit.

Zwischen Beruf, Vernunft und dem wirklich richtigen. Zwischen Vertrauensverhältnissen und dem Bedürfnis nach Nähe, nach Liebe und der baldigen Enttäuschung daraus. Zwischen Hass und Liebe und all dem was dazwischen liegt.




Rachel


Seite 193 bis 196

Montag, 22. Juli 2013 bis Montag, 22. Juli 2013
Bruch im Gefüge: Der Abend wird weiter fortgesetzt. Der Zug von innen wird zum außen.

Der erste Schreck, den man nach dem reinzerren hat, verfliegt so schnell n den nächsten Zeilen, während man sich denkt, dass die Polizei nicht mit offenen Karten spielt. Etwas wissen, was sie nicht preisgeben wollen.



Anna


Seite 197 bis 200

Montag, Montag, 22. Juli 2013 bis Montag, 22. Juli 2013
Morgen und Abend wechseln sich wie Protokolle ab. Der Zug von außen ist ein lästiges Nebengeräusch.

Hier wird Anna mit ihren Gedanken dargestellt, wie sie sich nahezu nach einer Entdeckung gesehnt hatte, nach dem Feuer der Affäre, aber es bleibt im Hintergrund, als sie sich wieder um ihre Tochter kümmern muss, weil Rachel auftaucht.
Beschützend, Reviermakierend und wie von Sinnen versucht Anna alles einzunehmen. Um jeden Preis Rachel verdächtigen und eliminieren.




Rachel


Seite 201 bis 228

Dienstag, 23. Juli 2013 bis Donnerstag, 01. August 2013
Morgen und Abend wechseln sich wie Protokolle ab. Der Zug von innen wird immer weniger Bestandteil des Tagesablaufes.

Während sie sich versucht mit den gegebenen Tatsachen auseinander zu setzten, werden Frustrationen zu ihrem ständigen Begleiter, ziehen sie wieder hinunter. Als Leser merkt man, dass das noch nicht alles war. Dass da noch mehr kommt, eine Wendung, die nicht betrachtet wurde aus welchen Gründen auch immer. Dass er nicht der Mörder oder Entführer sein kann. Und man behält Recht. Und lässt sich zusammen mit Rachel in ihre Träume gleiten.
Durch die symphytische Aufmachung einer gewissen Polizistin, werden neue Bilder in meinem Kopf wahr. War sie es? Nein, wen versucht sie zu decken? Oder kennt sie Rachel nur und will sich rächen? Wer war es nun wirklich? Oder spielen die Figuren alle nur gute Miene zum bösen Spiel?
Und wieder kommt die Sprache auf Anna. Anna, die so führsorgliche Ehefrau. Fast zu schön um wahr zu sein. Zu perfekt. Selbst wenn sie keine Mörderin wäre hat sie etwas an sich, was ihren so guten Eindruck bröckeln lässt.
Und endlich wird sie gefunden, die Leiche.



Megan


Seite 229 bis 241

Donnerstag, 13. Juli 2013 bis Donnerstag, 13. Juli 2013
Morgen und Abend wechseln sich wie Protokolle ab. Der Zug von außen ist die unerträgliche Leichtigkeit der Freiheit. Die Sehnsucht nach der Vergangenheit die so lange versteckt war.

Nach Freiheit suchend, nicht findend. Einen Ausweg, die Weite. Eine perfide Vorstellung von etwas, was nicht zu sein scheint. Oder wieder nur ein Weg um für Verwirrung zu Sorgen?
Megan beschreibt, dass sie von ihrem Therapeuten zurückgewiesen wurde. Wer war dann er? Hat sie es sich nur eingebildet, oder wen hat Rachel gesehen, als sie mit dem Zug, am Tag vor dem Verschwinden, am Haus vorbeigefahren war, wenn nicht ihn?
Oder, ganz abstrakt gedacht: Was, wenn die ganze Story nur in Rachels Gehirn stattfindet? Was, wenn sie Megan und Rachel gleichzeitig ist?
Oder was, wenn Rachel einfach nur eine zu blühende Fantasie hat?
Megans Geschichte ist so, wie man sie erwarten würde von einem Mädchen, das gerne feierte, mit einem älteren Mann zusammen war und mit siebzehn von Zuhause floh.



Rachel


Seite 242 bis 249

Samstag, 03. August 2013 bis Samstag, 03. August 2013
Morgen und Abend wechseln sich wie Protokolle ab. Der Zug von innen gleicht der Reise zur Wahrheit.

Und auf dieser Spur sind wir. Immer mehr manifestiert sich das Spiel, dass Rachel etwas gesehen hat. Etwas, was sie nicht verarbeiten kann und will, weil es zu schrecklich war. Ihre Albträume ertränkt sie mit dem Geschmack des Alkohols, der in ihren Rachen fließt und gibt sich selbst die Schuld nicht gehandelt zu haben.
Und wieder jubelt mein Leserherz. Anna, die liebevolle Anna, die ihr Kind so gerne beschützt war an diesem Abend auch dort. Anna, das Rätsel, Anna, diese zu perfekte Anna. Mörderin oder nicht? Zu sanftmütig oder Haus und Hof bewachende Ehefrau?



Anna


Seite 250 bis 252

Samstag, 03. August 2013 bis Samstag, 03. August 2013
Bruch im Gefüge: Der Abend wird erzählt. Der Zug von außen, zeigt ihr nur allzu deutlich auf, was sie hasst und dennoch vermisst.

Anna, die Opfer bringen musste, um dieses Leben zu haben, in welchem sie sich mit ihrer Tochter zu oft gestresst fühlt. Zu oft ausgeschlossen fühlt, weil das Kind dazwischen kommt.
Und endlich, endlich sagt sie, dass auch sie dort gewesen ist. Dort im Park, Megan verfolgt hat. Zu welchem Zweck? Eine führsorgliche Hilfskraft für ihr Kind wieder zubekommen? Damit sie wieder faulenzen konnte? Ihr Revier klar zu machen?
Und wie weit geht sie, um Rachel ein für alle Male zu eliminieren?



Rachel


Seite: 253 bis 275

Sonntag, 04. August 2013 bis Mittwoch, 07. August 2013
Morgen und Abend wechseln sich wie Protokolle ab. Der Zug von innen ist die weitere Suche nach Stationen, die es anzufahren gilt. Station 1: Die Selbstoffenbarung.


Wieder begeht sie den Fehler, versucht ihr Gewissen zu erleichtern, versucht zu hören, was andere Leute über sie denken, selbst wenn sie es offensichtlich nicht will.
Auf den Spuren von Megan und Anna begibt sie sich hierbei auf eine Suche nach der Begebenheit, die ihr Leben verändert. Hierbei wird bewusst, dass sich alles zusammenfügt, dass es klarer wird, aber auch neue Dinge aufwerfen, um weitere Spannung aufzubauen. Außerdem wird Anna genannt, aber immer, dass es nichts zu bedeuten hätte. Nein, das wäre ja was. Eine geborene Ehefrau, abends alleine in ihrem Wohnviertel unterwegs. Das bedeutet natürlich nichts.
Hierbei trifft der Therapeut Kamal Abdic die Sache auf den Punkt: „Sie wollen die Verantwortung für Ihr Handeln übernehmen, aber es fällt Ihnen schwer Rechenschaft für etwas abzulegen, woran Sie sich gar nicht erinnern?“ (Seite 268 Zeile 7 – 10)
Er führt ihr vor Augen, dass was genau ihr Problem ist. Dass ihre Sichtweise zu einseitig, zu pessimistisch, zu selbstverletztend ist, dass sie zu viel der scheinbaren Schuld auf sich ablädt. Und so wie sie ist, lässt sie gerne einmal die Wahrheit weg.
Ihre fixierte Art auf ihre Selbstdarstellung, lässt auch Träume in ihr zum Vorschein kommen, die wichtig für ihr Innenleben sind. 

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