[Rezension] Aera – Die Rückkehr der Götter: Opfergaben von Markus Heitz

Aera – Die Rückkehr der Götter: Opfergaben bei Droemer Knaur

PRODUKTDETAILS:

Titel: Aera – Die Rückkehr der Götter: Opfergaben
Reihe: Aera #1
Autor: Markus Heitz
Genre: eSerial im Dark-Fiction und Dark Future Bereich
Herausgeber: Knaur eBook (ein Imprint der Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG)
Erscheinungstermin: 3. Juli 2015
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-426-43689-9
Format: eBook
Seitenzahl: 84 Seiten

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Es geschah. Von einem Tag auf den nächsten waren sie wieder da: Götter. Und zwar die alten Götter. Jene, welche die Bibel mit »Du sollst neben mir keine anderen Götter haben« meinte – und deren Existenz die Heilige Schrift der Christen niemals in Abrede stellte. Interpol-Ermittler Malleus Bourreau ist Atheist geblieben in einer Welt, in der es vor Göttern nur so wimmelt. Und er ist gut in seinem Job, denn er hat keinen Respekt. Nicht vor Menschen und nicht vor Göttern. Sein aktueller Fall fordert ihn allerdings: Wertvolle Artefakte aus den verschiedensten Kulturen sind verschwunden, und die Diebe gehen dabei buchstäblich über Leichen. Wie hängen die Gegenstände zusammen?

Der Verlag über das Buch:
»Opfergaben« – Teil 1 von AERA – Die Rückkehr der Götter: Das große Dark-Fiction-eSerial des Meisters der Phantastik!
»Opfergaben« ist der erste Teil des zehnteiligen eSerials »AERA – die Rückkehr der Götter« von Markus Heitz: Malleus Bourreau muss zum einen den Mord an einem Souvenirhändler in Treva (Hamburg) lösen und kommt dabei einem weiteren Rätsel auf die Spur: Was hat es mit der verschwundenen Unbekannten aus der Bretagne auf sich? Die Hinweise führen über Umwege nach Lettland. Und auch der Souvenirhändler hat ein weiteres Geheimnis hinterlassen.

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Mit Spott und Hohn, welche man Gut und Gerne auch als Kritik am Konsum verstehen kann, schaut dieses Buch hinter die Kulissen der Menschen.

Das Cover/Die Gestaltung:
Im Stile des Film noir ist dieses Cover in dunklen und kräftigen Farben gehalten. So sieht man die Umrisse eines Mannes, welcher mit Hut und Mantel im unteren linken Bereich neben einem Hochhaus die Häuserfluchten entlang läuft. Anstelle des üblichen Weiß wurde hier rot genommen, was den Blick gleichzeitig bannt. Rot ist und bleibt eine Farbe die die Aufmerksamkeit anzieht und unwillkürlicher Weise dieses Cover auch zweideutig werden lässt, wenn man sich das Genre der Dark-Fiction oder des Dark Future näher anschaut. Die große, weiße Schrift, welche ebenso kleine Ornamente beinhaltet wirkt somit perfekt gesetzt, nimmt den Großteil des Covers ein und lässt es somit nicht üblich erscheinen.
2,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Markus Heitz schafft es in diesem ersten Teil der Serienroman-Reihe mit seiner Sprache Bilder hervorzurufen, die man unweigerlich auch in den Film noir stecken könnte. So gibt er vor allem seiner männlichen Hauptfigur die Art zu sprechen, zu denken, zu handeln mit, die ihn von der Masse abhebt, was nicht zuletzt an seinem Charakter liegt. So hält sich der Autor nicht an Kleinigkeiten auf, nur bestimmte Dinge sind präsent in Szene gesetzt, lassen diese grotesk und unscheinbar wirken. Man muss hier mehrmals wirklich feststellen, dass der Hohn und der Spott zusammen mit der Ernsthaftigkeit Hand in Hand gehen und gerne auch mal kritisieren.
2,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Das Hauptaugenmerk ist auf die männliche Hauptfigur gelegt, die wir in personaler Erzählweise erleben, aber nur manchmal wird diese Sichtweise durch eine andere unterbrochen. So bekommen wir in der Ich-Perspektive auch von seinem Schatten etwas mit. Auf Schritt und Tritt folgen wir auch ihm. Bekommen ebenso seinen Hohn und Spott mit, während der Ermittler sich auch manchmal im Unglauben wälzt und so etwas gespalten wirkt. Denn auch er kann sich nicht damit anfreunden den Göttern zu folgen. So wird seine pessimistische Sichtweise zum Hauptmerkmal des Charakters, sein Hohn, mit dem er die Anhänger der viel zu vielen Götter verspottet, wird zu seinem Spielball. Mit diesen Eigenschaften sind beide Personen Anti-Helden und manchmal sympathisch und manchmal könnte man ihnen auch die Meinung geigen wollen. Diese Mischung macht es, mit der man auf die beiden Helden dieser eSerial immer weiter folgen will. Leider weder durch diese Augenmerklegungen die Nabencharaktere in den Hintergrund gestellt. Doch gewiss wird man schnell merken, dass es vor allem um die angedeuteten Entwicklungen geht, mit der sich beide herumschlagen müssen. Denn mehr und mehr lernen wir sie kennen, wird ihre Geschichte offen gelassen, angedeutet und somit Spannung erzeugt.
1,5/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Nicht nur ein Mord ist es, der hier in diesem ersten Teil geschieht. Bei einem, dem am Anfang des Buches fast schon eine Black Stories Karte entgegen kommt, wird es sogar richtig actionreich, sodass man nicht aufhören kann zu lesen, bevor man sich endlich wieder ausruhen und aufatmen kann. Mit vielen mysteriösen Elementen, die auch die Götter ansprechen, könnte man meinen, dass es auch in die Fantasy-Richtung geht. Doch, man könnte auch die Meinung des Hauptcharakters vertreten, welche dann auf das Sub-Genre der Science-Fiction dem Dark Future schließen lassen könnte. So könnte es auch eine interessante Mischung aus dem Film Immortal – New York 2095: Die Rückkehr der Götter und Fantasy werden. So erhoffe ich mir von der Reihe, dass es mehr und mehr Geheimnisse geben wird, die man doppeldeutig zu interpretieren vermag.
Dadurch, dass vor allem auf die beiden Hauptfiguren und ihre Ansichten Wert gelegt wurde, kommen einige Elemente deswegen etwas langatmig herüber, was man dann jedoch mit den immer eingebauten Action-Sequenzen schon nicht mehr ganz so sehr wahrnimmt.
1,5/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Mit beiden skeptischen Hauptfiguren, die Spott und Hohn als ihre Leidenschaft und ihr hervorstechende Charaktereigenschaft nennen würden, bleiben diese sehr nachvollzeihbar, selbst wenn man auf diesen wenigen Seiten noch nicht alle Geheimnisse dieser aufnehmen konnte. So werden immer wieder Andeutungen gemacht, die den Leser ködern, zum Nachdenken anregen und zum Weiterlesen animieren sollen. Die Story baut sich rasant auf. Auf der kurzen Seitenanzahl wird auch viel Wert auf Action gelegt, sodass die längeren Passagen schnell vergessen sind, die nicht gerade Spannung erzeugen wollen.
2,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 9,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die nicht nur auf die Innenansicht von Figuren stehen, sondern sich auch mit Spott und Hohn darauf konzentrieren können, dass Kritik geübt wird, über die man gelegentlich schon einmal nachdenken sollte. So bringt auch der (bisher) kostenlose Prolog das Setting näher, welches zeigt, wie sich die Menschheit seit der (Neu)Ankunft der Götter entwickelt hat und wie fanatisch so mancher reagiert und wie man so richtig schon in den Wahn des Konsums verfallen kann, in dem man „eine Auswahl wie im Supermarkt“ bei seiner Götterwahl hat.

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