[Rezension] Die Farben des Blutes. Die rote Königin von Victoria Aveyard [Hörbuch]

Die Farben des Blutes. Die rote Königin bei Silberfisch

PRODUKTDETAILS:

Titel: Die Farben des Blutes. Die rote Königin
Reihe: Die Farben des Blutes #1
Autor: Victoria Aveyard
Genre: Zukunftsfantasy im Jugendbuchbereich
Herausgeber: Silberfisch (in der Hörbuch Hamburg HHV GmbH)
Erscheinungstermin: 28. Mai 2015
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-86742-195-9
Format: 2 mp3-CDs in ungekürzte Hörbuchfassung
Gesamtspielzeit: 13 Stunden 38 Minuten
Sprecher: Britta Steffenhagen

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
In der Welt, in der Mare Barrow lebt, wird alles von der Farbe des Blutes bestimmt: Es gibt Menschen mit rotem und solche mit silbernem Blut. Mares Familie gehört zu den niederen Reds, deren Aufgabe es ist, der Silver-Elite zu dienen – denn die besitzen übernatürliche Kräfte, auf die sich ihre Herrschaft gründet.
Um einem Freund zu helfen, schleust Mare sich als Dienstmädchen in die Sommerresidenz des Königs ein. Und dort geschieht etwas Unerwartetes: Als sie bei einem Fest in Gefahr gerät, zeigt sich vor den Augen des versammelten Silver-Adels, dass auch sie eine besondere Fähigkeit besitzt – obwohl ihr Blut rot ist!
Um diese ungeheuerliche Tatsache zu vertuschen, zwingt sie der König, sich als verschollene Silver-Prinzessin auszugeben und verlobt sie mit seinem jüngsten Sohn. Dabei ist es dessen Bruder, der Thronfolger, der Mares Herz höher schlagen lässt. Doch von jetzt an gelten die Regeln des Hofes, Mare darf sich keine Fehler erlauben. Trotzdem nutzt sie ihre Position, um die aufkeimende Red-Rebellion zu unterstützen. Sie riskiert dabei ihr Leben – und das vieler anderer. Denn ihr Eingreifen setzt einen gefährlichen, tödlichen Tanz in Gang, bei dem Prinz gegen Prinz steht. Verstand gegen Herz. Und Mare zwischen allen.

Der Verlag über das Buch:
Auftakt einer faszinierenden Fantasy-Trilogie

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Mit durchschaubaren Intrigen und Elementen aus dem Mainstream Jugendbuchbereich, rangiert dieses Buch leider nur im mittleren Bereich.

Das Cover/Die Gestaltung:
Hinter der rot silbernen Teilung verbirgt sich ein weibliches Gesicht. Die Augen niedergeschlagen, eine makellose Gestalt. So werden die Assoziationen mit der weiblichen Hauptfigur deutlich hervorgehoben. Das erkennbare Geheimnis schon verraten, bevor man überhaupt mit dem Hören begonnen hat. So wird durch die Farbgebung das Auge auf dieses gelenkt und man kommt nicht umhin es in die Hand zunehmen.
1,5/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Mit Figuren, deren Intrigen so einfach zu durchschauen sind, bleibt die Tiefe der Figuren im Hintergrund. Figuren, die Adlig sind, gelehrt in solchen Spielen und es dennoch nicht mitbekommen wie sie unterwandert werden, scheinen nicht gerade glaubhaft, ja fast lächerlich. Dennoch ist eine Figur gut gelungen, ihre Naivität ist so glaubhaft, weil sie es nicht gewohnt ist in diesen Kreisen zu verkehren: Die weibliche Hauptfigur. Nur manchmal nervt diese Eigenschaft, weil nicht Politik, sondern gesunder Menschenverstand vonnöten ist, um hinter diese Spiele zu schauen. Aber zum Wohle der Story muss sie sich ja anpassen, darf nichts durchschauen. Was auch zweifelhaft erscheint. So wird alleine Wert auf diese Figur (und natürlich ihr männlicher Gegenpart, in den sie sich unweigerlich verliebt, sodass es fast schon ein Klischee wird) gelegt, dass die anderen mit ihren Hintergründen, mit ihrer Art und Weise der Anlegung durchschaubar anstelle tief werden.
1,0/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Wieder könnte man es Science-Fantasy nennen. Wieder spielt es in der Zukunft, nach dem dritten Weltkrieg. Wieder sind dystopische Elemente, Magie, Technik und Liebe enthalten. Alles, was ein gutes Jugendbuch braucht. Alles, was gerade so modern ist und einzigartig klingt. Und dennoch, dennoch bleibt der Verlauf der Story so vorhersehbar, dass man sich fragt, warum selbst ein Prinz, gelehrt in Politik und Machtgefüge, für den Krieg ausgebildet so eine simple Intrige erst zu fassen bekommt, als sie direkt vor ihm steht. Es ist zu einfach, dass man weiß, wer wen hintergeht und wer wirklich die Fäden zieht. So wird es vor allem mit den typischen Elementen der Rebellion zu etwas, welches langatmig wird. Die Elemente der Fantasy, die dystopischen Unterdrückungen und das Elemente, dass alles nach einer Zeit spielt, die in der Zukunft liegt, oder zumindest technologiesiert ist, lässt sehen, dass zwar eine Grundidee vorhanden, aber zu viele jetzt typische Ideen des Mainstreams vorhanden sind.
Der Verlauf bleibt somit so vorhersehbar, dass man die Augen verdreht, weil es zu einfach, zu lang beschrieben ist. Zu viel, um eine einfache Story zu beschreiben.
0,5/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Mit Figuren, bei der nur die naiv angelegte weibliche Hauptfigur wirklich ihrer Rolle gerecht wird und Intrigen, die so durchschaubar sind, dass man sich an den Kopf greift, bleibt die Nachvollziehbarkeit vollkommen im Hintergrund. Zwar sind die Machtgefüge der einzelnen Personen deutlich und lassen darauf schließen, dass sie durchdacht wurden, aber dennoch bilden die Figuren, die sich mit solchen Spielen auskennen müssten, ein seltsames Bild, welches man nicht verstehen kann. Zu einfach die Intrigen, zu einfach das Machtgefüge und dennoch sehen es die Figuren nicht. Das wirkt unglaubhaft.
Und während sich die Nachvollziehbarkeit also in Grenzen hält, lässt sich über den Aufbau sagen, dass er langatmig gestaltet ist. Er braucht einige Zeit bis er sich aus dem Gefühlsleben der weiblichen Hauptfigur löst, um dann mit Rebellion und Liebe zum üblichen Jugendbuchthema zu werden.
1,0/2,0 Punkten

Der Sprecher/Die Sprachqualität:
Britta Steffenhagen schafft es auf eine angenehme Weise die etlichen Gefühlsbeschreibungen wunderbar umzusetzen, sodass man am Ball bleibt, ohne ständig einschlafen zu wollen, weil sich der Stil der Autorin an etlichen, kleinen Dingen aufhält, die die Story keineswegs voranbringt. Mit den verschiedenen Tonlagen und den eingesetzten Stimmänderungen bleiben die Figuren lebendig und man folgt trotz schwacher Handlung gerne den gesprochenen Worten.
2,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 6,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die eine Liebesgeschichte lesen wollen, in der ein junges Mädchen mal wieder der scheinbare Auslöser einer Rebellion ist und dabei nicht mitbekommt, wie sie nur wieder eine Schachfigur ist. So werden für den Hörer die vorhersehbaren Intrigen vor allem durch die Sprecherin erträglich, die etwas Leben in die Figuren hineinbringt und sie mit anderen Stimmlagen zumindest vorstellbarer werden lässt.

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