[Persönlich | Top Ten Thursday] Top Ten Thursday #3

Top Ten Thurday bei Steffis Bücherbloggeria

Der Top Ten Thursday ist eine Aktion von Steffi auf Bücherbloggeria, in welcher es um Bücherlisten geht. Dieses Mal, und dies ist auch der Grund, weswegen ich es außerhalb meines gewohnten Rhythmus diesen Beitrag schreibe, geht es um 10 Bücher, die fast jeder liebt, mit denen du aber nicht wirklich etwas anfangen konntest.


Shades of Grey bei Randomhouse



Bei dieser Reihe weiß ich nicht, ob ich heulen oder mich schlagen soll. Als Fanfiktion war sie ja nett zu lesen, als Buch wohl eher so unterhaltsam wie das Klopapier. Mrs. James kann eines ganz gut, dazu gehört weder Recherche, noch das Wortspiel. Sie kann aber Scheiße zu Geld machen, Das liegt wohl nicht nur an diesem "brisanten" Thema. Wirklich, dieses Thema ist ungefähr so brisant, wie das Brennen eines Haushaltsüblichen Teelichts. Wer davor noch nie etwas von dieser Spielart gehört hat (die Mrs. James sehr, sehr einseitig zeigt und mitnichten die wirklich harten Karten ausspielt), der sollte sich fragen, wo her er seine Informationen bezieht. Ein Gutes hat dieser Roman: Ein Thema wird endlich mal beleuchtet. Das Schlechte: Warum denken jetzt alle Frauen, dass Unterwerfung so etwas Feines ist, während das Switchen doch viel Facettenreicher ist und Mr. Grey wirklich so kuschlig wie ein Teddy ist. Zum Glück hat er seine unerfahrene Ana, die sich nicht fügen will und vielleicht manchmal mehr verträgt als er.




After passion bei Randomhouse


Wieder ein Roman, der als Fanfiktion begann. Dieses Mal nicht zu Twilight, sondern zu einer Gruppe, die bei vielen Frauen einen Schmachtfaktor auslöst. Okay, dann will ich keine Frau sein, wenn ich solch eine Gruppe anschreien soll wie ein hysterisches Weib. Aber jeder hat seinen eigenen Geschmack. Zum Glück, denn dieses Buch war für mich so unrealistisch, dass ich mich mehrmals selbst verletzte, weil die Charaktere so Teeniemäßig reagieren, dass es einfach nur wehtut. So naiv kann nicht einmal das "Goodgirl" sein und was sich Anna Todd unter "Bad Guy" vorstellt ist wirklich alles andere als real. Also, hallo liebe Fantasie, wir lassen die Realität außen vor und zeigen den Mädchen was ein "Bad Guy" ist, den du ändern kannst.


Die 100 bei Randomhouse

Warum ausgerechnet dieser Verlag so viele Bücher raus bringt, die einen Hype verursachen, den ich nicht nachvollziehen kann, dass kann ich nicht verstehen. Aber zum Buch.
Die 100 ist weder als Fernsehserie, noch als Buch für mich ansprechend. Hohl und unbedacht. SF sieht für mich eher anders aus. Ich weiß nicht, vielleicht habe ich ja zu viel von den Strugatzki Brüdern oder von Isaac Asimov gelesen, um zu wissen, dass SF mehr ist als ein Szenario in einem Raumschiff, das sich mit anderen gerade so retten konnte. Aber gut, nennen wir es einfach SF, welche im Wandel ist. Ohne Sinn, ohne Wissenschaft, ohne wirkliche Erklärungen.



Kirschroter Sommer bei Rowohlt

Was viele nicht wissen. Kirschroter Sommer, genauso wie sein Nachfolger Türkisgrüner Winter, ist eine Twilight Fanfiktion. In dieser kann man sich mit dem endlosen Hin und Her der Figuren ja begnügen, aber von einem Roman erwarte ich da schon mehr als kindisches Gezicke, versuchte Eitelkeit und das typische Klischee von Studenten, die sich aufführen als wären sie dreizehn Jahre.


Die Bestimmung bei Randomhouse


Ich kam nie über diesen Teil hinaus. Und ich muss ehrlich sagen, dass ich nichts verpasst habe. Der Weltenaufbau ist zwar interessant, aber die vielen, vielen Plotlöcher sind wirklich anstrengend zu lesen. Man fragt sich einmal mehr, warum Menschen eigentlich erst über Zäune klettern können, wenn ihnen gesagt wird, das da noch mehr auf sie wartet.


Gezeichnet bei S. Fischer Verlag

Zwischen Alltagssprache und unsinnigen Handlungen bewegt sich dieses Buch. Ich kam mir vor wie im Kindergarten. Die Wendungen, die viele als so unvorhersehbar waren, blieben für mich einfach nur lachhaft. Viel zu oft konnte ich sogar Wendungen vorhersehen, ohne ein weiteres Buch aus der Reihe gelesen zu haben, bei welchen die Vampyre eher als Hype genutzt wurden, und so wirken, als wären sie eigentlich nicht in der Story vorhanden.


Bad Romeo & Broken Juliet – Wohin du auch gehst bei S. Fischer Verlag

Wie oft will man die ewig gleiche Story des Coming-of-Age Romans noch erzählen, bei welchem der Mann der "böse" ist. Und wieder frage ich mich, was viele unter "Bad Boy" verstehen. In allen Ehren, ein "Bad Boy" ist nicht unbedingt diese Art von Typ, die uns hier präsentiert wird. Also eher für pubertierende Mädels, die ihre Träume gerne danach ausrichten, als für die Nähe zur Realität.


Das geheime Vermächtnis des Pan bei Carlsen

Elfen sind sehr beliebt. Elfen und Prophezeiungen. Natürlich ein etwas rundlicheres Mädchen, dass sich wie Aschenputtel verhält und dann langsam beginnt aufzublühen. Natürlich ist dann jeder Mann hinter ihr her und sie ist so naiv, dass sie sich so benimmt als wäre sie dreizehn, gerade verliebt und so blind, dass sie keinen Rückgrat besitzt. Eine schöne Vorstellung solch eine Figur als weibliches Vorbild zu haben, dass sich für nichts Wert hält und solche Klischees bedient, dass man sich wieder einmal fast selbst verletzt.


Selection bei S. Fischer Verlag

Gut aussehen, Prinzessin werden und die ganz große Liebe. Natürlich hat eine Prinzessin gut auszusehen und wenn man sie heiraten will, muss man sie ja auch lieben, nicht wahr? Ich kam nie über Band eins hinaus. Die Serie an sich ist süß, aber es fehlt wieder einmal das entscheidende. Politik. Intrigen, die nicht durchschaubar sind und vor allem auch endlich mal ein Ende. Schon klar, Geld ist das, was ein Verlag braucht. Eine Autorin kann auch nur schreiben, wenn sie welches hat, aber wirklich, muss man eine Buchreihe bis zum Tod vermarkten?


City of Bones bei Arena

Ich weiß nicht genau, warum ich nicht mit dieser Reihe so warm wurde. Vielleicht hat sie mich zu sehr an die schon bekannten Dinge erinnert, sodass ich nichts Neues entdecken konnte. Vielleicht ist es auch ihr Schreibstil gewesen, der zusammen mit den eher kindischen Figuren versucht haben ein Geheimnis aufzubauen. Zumindest hat sie sich gebessert, ihre Reihe um, den Zauberlehrling gefällt mir um einiges besser.



So, das waren sie, die zehn Bücher, die scheinbar alle mögen, nur nicht ich.
Dann gibt es aber auch die Bücher, die ich eigentlich liebe, die mich zum Bloggen brachten und mich einige Zeit lang im Leben begleitet haben. Deren Hype, deren Vermarktung mich stört, oder auf die ich rückblickend eigentlich nur sagen kann, dass die Figuren eigentlich alle möglichen Klischees bedienen.

Biss zum Morgengrauen bei Carlsen

Twilight ist so ein Buch. Eigentlich liebe ich es. Eigentlich hasse ich es. Der Hype, der darum gemacht wurde war ernüchternd für mich.

Der Herr der Ringe bei Klett-Cotta

Ich liebe diese Reihe. Nicht zuletzt hat sie mich zum High Fantasy gebracht. Auch wenn ich mich durch die Schlachten wühlen musste, so gingen nicht nur Frodo und sein Freund in der Heldenreise als bessere Helden hervor, sondern auch ich habe mich verändert. Mittlerweile, oder gerade deswegen, bin ich gespalten. Nicht wegen der Story, nein, sondern wegen der Vermarktung. Ich mag Bücher, ich mag Filme und weiß, dass ein Film immer anders ist, weil es eine eigene Interpretation ist. Doch ich finde irgendwann ist ja damit genug. Sonst wird man übersättigt, bekommt etwas vorgesetzt, was nie so gewesen ist. 

2 Sprünge

  1. Huhu,

    Oh oh. Da seh ich einige Schätze.

    Selection ist ja sowieso einer meiner Lieblinge. Die 100 fand ich als Buch auch ziemlich gern. Besonders Luke, Glass und Bellamy gefielen mir wahnsinnig gut.

    Kirschroter Sommer hab ich auch abgebrochen. War nicht meins. Shades of Grey hab ich gar nicht erst versucht. Ist nicht mein Thema.

    Die Bestimmung mochte ich ganz gern, aber ich kann auch verstehen, wenn es nicht so ist.

    House of Night ist eine Gemeinsamkeit, aber ich hab Gejagt genommen, weil ich dabei abgebrochen hab.

    Pan will ich noch lesen.

    Chroniken kann ich verstehen. Fand ich auch nur mittelmäßig.

    Huch, HDR ist ja noch eine Gemeinsamkeit. Hab sogar auch den Schuber genommen.

    Biss mag ich schon, aber nach dem zweiten Lesen nur noch Teil 1.

    Hier ist mein Beitrag: https://lesekasten.wordpress.com/2015/09/17/10-buecher-die-sehr-beliebt-sind-wo-du-aber-nichts-mit-anfangen-kannst/

    LG Corly

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  2. Hallo Sarah!

    After Passion, SoG und Selection hab ich auch auf meiner Liste - hab ich zwar nicht gelesen, aber auch wenn jeder davon schwärmt, ich kann damit einfach nix anfangen :D
    Die Bestimmung hab ich bei Band 2 abgebrochen und die PAN Trio konnte mich auch nicht so richtig überzeugen.
    Biss - da fand ich ja den Schreibstil ganz schrecklich, aber die Handlung hat mir einfach so gut gefallen! Und Herr der Ringe ... warum steht das auf so vielen Listen?! Klar, er schreibt teilweise schon sehr langatmig, aber die Geschichte dahinter ist einfach genial ♥

    Liebste Grüße, Aleshanee
    Weltenwanderer

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