[Rezension] Marsbound von Joe Haldeman

Marsbound bei Mantikore

PRODUKTDETAILS:

Titel: Marsbound
Reihe: -
Autor: Joe Haldeman
Genre: Science-Fiction
Herausgeber: Mantikore Verlag
Erscheinungstermin: 18. Juni 2015
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-945493-12-0
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 460 Seiten

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
„WIR SIND NICHT ALLEIN!“

 Die Menschheit der Zukunft hat Unglaubliches erreicht: Sie bereist das Weltall und beginnt fremde Planeten zu besiedeln.

Die Kolonisierung des Mars befindet sich in den Kinderschuhen, als die junge Carmen mit Ihrer Gruppe als einer der ersten Menschen auf dem roten Planeten landet.

Bei einem nächtlichen Erkundungsgang nimmt ein sonderbares Wesen Kontakt zu ihr auf. Seine Botschaft ist eindeutig:

„W I R  W A R E N  Z U E R S T  H I E R!“

Der Verlag über das Buch:
„Marsbound - Ein Science-Fiction-Roman vom Hugo und Nebula Award Preisträger Joe Haldeman
„MARSBOUND“ ist der neue Roman von Science-Fiction Legende Joe Haldeman.

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Was zu Beginn mit den Genretypischen Erklärungen und Themen ankam, lässt nicht zuletzt durch die versucht jugendlichen Protagonisten nach.

Das Cover/Die Gestaltung:
Der rote Planet, passend zum Titel, passend zum Inhalt des Buches. Durch den schwarzen Hintergrund wirkt der Mars präsent in Szene gesetzt und lenkt das Auge des Betrachters auf sich. Selbst der Titel, im schlichten Weiß, ist umrandet mit der roten Farbe und auch im Autorennamen findet es sich wieder. Somit wird die Farbe nicht nur (un)bewusst präsent, sondern verbindet sich auch in einer guten Kombination auf dem schlichten Cover. Zwar hebt es sich im Gegensatz zu anderen Covern ab, aber dennoch fehlt ein Gegenstand. Der Weltraumfahrstuhl, die Basis oder irgendetwas Gegenständliches, das sich ebenso auf den Inhalt des Buches bezieht und noch mehr Neugierde wecken kann.
1,5/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Joe Haldeman beschreibt die naturwissenschaftliche Seite ebenso verständlich erklärt wie die technische Seite von Aspekten die in diesem Roman Anklang finden. Dabei hält er ich an die physikalischen Begebenheiten, die er versteht einfach zu erklären, sodass man als Leser keine Lexika benötigt. Und was ihm so gut außerhalb des Dialogs gelingt schafft er vor allem nicht in der bewusst anders gesetzten Sprache der Charaktere zu transportieren. Leider nimmt dies im Verlauf der Story zu, sodass man sich durch eine versucht jugendliche Sprache durchquälen muss.
1,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Wie schon bei der Sprache der Figuren angedeutet, versuchen die Figuren bewusst einem Bild zu entsprechen. Nicht einem Bild, was man in dieser Literatur häufig entgegen tritt, sondern eines, welches vor allem in vielen Jugendbüchern vertreten ist. So werden die Figuren alles andere als bunt, versuchen bewusst anders zu sein und sich dementsprechend auch zu unterhalten. So bleiben sie eher blasse Figuren, die sich bewusst nur auf das Erleben von Sexstellungen beziehen, obwohl ihr Horizont wohl etwas weiter denken sollte, als die bloße Lustbefriedigung. Dabei hätte aus ihnen viel mehr heraus geholt werden können, da ihre zu Beginn festgelegten Anlagen schon in die richtige Richtung gingen, sich dann aber rasant ins Gegenteil kehrten und somit unsinnig und nicht der Figur entsprechend waren.
1,0/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Was sehr gut begann, mit vielen beschreibenden Details aus der Wissenschaft und Technik, lässt im Verlaufe des Buches nach. Immer weniger und weniger werden die eigentlichen Elemente dieses Genres. Dies kann unter anderen Umständen sehr erfrischend sein, jedoch verlieren nicht nur die Figuren das Wichtige aus den Augen. Es folgen verschiedene Ansätze, so als ob man unbedingt alles in einem Roman hatte unterbringen wollen, anstelle sich auf ein was zu konzentrieren.
1,0/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Anpassung an den Markt kann in gewissen Fällen ein paar mehr Exemplare verkaufen. Jedoch ist diese Anpassung mit ihren versucht jugendlichen Figuren und der versucht anderen Sprache alles andere als gelungen, sodass der Anfang noch sehr unterhaltsam ist, aber leider immer mehr abnimmt, weil das Eigentliche sich viel zu schnell in Belanglosigkeiten auflöst.
1,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 5,5 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die diesen Schriftsteller lieben. Leider hat er sich meines Erachtens nach zu sehr angepasst. Zu sehr, sodass er versucht die Figuren so zu gestalten als wären sie einem klischeehaften Jugendbuch entstiegen. Denn die Figuren sind alles andere als Vielschichtig, sprechen gewollt vulgär, sodass einem der Bruch zu der reinen Science-Fiction im Buch sehr auffällt. Durch diesen Schnitt geht leider vieles verloren, sodass auch mehrere Ansätze nicht ganz wissen worauf sie hinaus wollen.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei dem Mantikore Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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