[Rezension] Soul Colours. Blaue Harmonie von Marion Hübinger

Soul Colours. Blaue Harmonie bei Carlsen

PRODUKTDETAILS:

Titel: Soul Colours. Blaue Harmonie
Reihe: Soul Colours #1
Autor: Marion Hübinger
Genre: Zukunftsfantasy im Jugendbuchbereich
Herausgeber: Impress (ein Imprint der CARLSEN Verlag GmbH)
Erscheinungstermin: 3. September 2015
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-646-60157-2
Format: eBook
Seitenzahl: 323 Seiten

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Das Leben der siebzehnjährigen Sarina ist nahezu perfekt. Ihre Familie gehört zu den Wenigen, die es geschafft haben, sich vor der verheerenden Pandemie auf der Erde in Sicherheit zu bringen und auf dem Planeten Aeterna unterzukommen. Hier wird das Leben der Menschen von der Farbe ihrer Auren bestimmt und ist ein harmonisches Miteinander. Zumindest glaubt das Sarina. Bis ihr Bruder eingesperrt wird, weil das Blau seiner Aura in ein zorniges Rot übergeht, und sie erkennt, wie gefährlich diese Welt tatsächlich ist. Aber Sarina hat Glück. Sie ist die Einzige, deren immerzu hellgelbe Aura nichts über ihre Gefühle verraten kann. Sie und der fremde Junge, der plötzlich an ihrer Schule auftaucht ...

Der Verlag über das Buch:
**Wenn die Farbe deiner Gefühle zu deinem Schicksal wird **

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Trotz eher magerer Sci-Fi bleibt es auf die romantische und dystopische Art ansprechend und entführt den Leser in eine Fantasy Welt.

Das Cover/Die Gestaltung:
In sanftem Blau gehalten und harmonisch aufeinander abgestimmt, zeigt dieses Cover das klassische Impress Cover und lässt den Leser schnell auf dieses Aufmerksam werden. So ist der Titel ebenso Teil der grafischen Darstellung, ohne in Konkurrenz mit der weiblichen Figur zu stehen. Diese sorgt wiederum für eine Identifikation beim Leser.
1,5/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Marion Hübinger hat einen angenehm lockeren und leicht zu lesenden Stil. So stolpert man nicht über elend lange Sätze, sondern bleibt in dem typischen jugendlichen Muster, ohne jedoch in die Alltagssprache abzuschweifen. So wird das Buch durch die vielen eingesetzten Beschreibungen deutlich zu einem Pageturner, der einem bildlich die neu erschaffene Welt vor Augen zu führt, ohne jedoch zu blumig zu wirken.
Da der Verlag dieses Buch in seiner Vorschau als Sci-Fi-Romanze angepriesen hat, ist jedoch ein kleiner Kritikpunkt an der Sprache auszusetzten. Denn Marion Hübinger schafft es zwar einige Dinge zu erklären, jedoch bleibt das Wissenschaftliche außen vor, sodass man über einige Erklärungen nur den Kopf schütteln kann.
1,5/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Es sind typische Figuren, wie man sie aus den vielen Jugendbüchern kennt. Sie agieren somit in diesem Rahmen, dass sich jeder wiederkennen kann und schaffen es somit bei mir leider nicht im Gedächtnis zu bleiben. Sie bleiben zu häufig in diesen typischen Schemata, die man eigentlich hätte durchstoßen können.
Dennoch oder gerade wegen dieser üblichen Figurenkonstellation werden einem die Figuren schnell symphytisch. Man erkennt sich wieder und lässt sich so auf die Figuren ein, die einem ihre eigene Story erzählen wollen.
1,5/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Wie schon angesprochen, hat der Verlag in seiner Vorschau es als Sci-Fi-Romanze angepriesen. Man bekommt eine zukünftige Welt vorgesetzt, die hin und wieder gegen alle Wissenschaft und den physikalischen Gesetzten versucht Science-Fiction rüberzukommen. Im Film hätten einige dieser Elemente sehr gut gewirkt, aber zwischen Film und Buch Science-Fiction liegen leider Berge und Täler.
Nicht destotrotz schafft es die Autorin den Leser in eine dystopische Welt zu entführen, die mit dem zukünftigen Szenario ebenso punkten kann, wenn man ein sehr bildliches Vorstellungsvermögen besitzt. Natürlich bleibt die Liebe nicht außen vor, nimmt, neben der typischen Rebellionshaltung einen hohen Stellenwert ein. Aber nicht nur diese eine Liebe wird beschrieben. Nein, denn es gibt viele Arten dieser Liebe und so schafft es Marion Hübinger auf wunderbare Weise einen Mittelweg zu finden, der sich angenehm und nur in wenigen Fällen kitschig lesen lässt. Die Rebellion scheint dennoch etwas mager und dürftig, der Weltenaufbau etwas zu vorhersehbar, aber dennoch kann man sich darauf einlassen, ohne wirklich immer vor den Kopf geschlagen zu werden.
1,5/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Mit einigen eher versucht wissenschaftlich erklärten Dingen, bleibt die Nachvollziehbarkeit in diesem Punkt manchmal auf der Strecke. Hier merkt man deutlich, dass der Hauptaugenmerk nicht auf dem Science-Fiction liegt, oder zumindest das, was sich viele unter diesem Genre vorstellen.
Lässt man diese Pannen mal aus, bewegt sich die Story durch ihren Aufbau mit vielen Jugendlichen Themen in genau diesem Bereich. Die Charaktere sind so gestaltet, dass man diese Art zwar kennt, aber sie dennoch ins Herz schließen kann. So bleibt der Verlauf für die dystopische Ebene mit Romantik im gediegenen Rahmen, lässt einem in ein neues Denkmuster fallen und birgt für einige wohl auch das eine oder andere Geheimnis.
1,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 7,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die gerne eine dystopische Welt erkunden wollen. Wer die wissenschaftlichen Erklärungen aus der typischen Sci-Fi allerdings sucht, der sollte wissen, dass das Hauptaugenmerk auf den fantastischen Elementen und der Figurenentwicklung liegt. So werden nämlich Rebellionen, Freundschaften und Lieben zwischen den Charakteren aufgebaut. Es wird nach Heimat gesucht, es wird geglaubt und auch die eigenen Ansichten demontiert.
Rundum ein Roman, der für Jugendliche vollzutreffend ist, wäre da nicht das Marketing des Verlages, was sie als DEN neuen Trend bezeichnen.
An dieser Stelle bedanke ich mich bei dem Carlsen Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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