Kultur. Gut. Buch. ~ Ein Bericht über die Frankfurter Buchmesse 2015


Ja, ihr alle kennt sie die Berichte über die Buchmesse. Und auch bei ZeilenSprung werdet ihr einen lesen. Und das genau jetzt. Jetzt und hier. Denn Lia und ich waren von Donnerstag bis Samstag vor Ort. Wir haben viele Veranstaltungen besucht. Viele neue Blogger kennen gelernt und ebenso für Autogramme Schlange gestanden. Oder zumindest ein Part von ZeilenSprung ist so verrückt, um sich in eine Schlange anzustellen, um eine Signatur zu bekommen und vielleicht das eine oder andere Bild. Und da Lia so nicht der Fan davon ist, bin ich es die auf der Jagd nach Unterschriften ist.

Tag 1 des Messebesuches (im Übrigen zum ersten Mal für uns beide die Frankfurter Buchmesse) war zwar anders geplant, als wir ihn schließlich durchzogen, aber ist das nicht irgendwie immer so? Von den zig Veranstaltungen am Donnerstag haben wir nur einen Bruchteil von dem gemacht was wir wollten. Dafür aber eine Menge geschafft, was wir so gar nicht gedacht hatten. So ging das eigentlich an den ganzen Tagen. Vor allem am Messe Samstag, der gleichzeitig auch für die nicht fachlichen Besucher geöffnet war, konnten wir eigentlich nur ein bis zwei Veranstaltungen wahrnehmen, weil es solche Massen waren, dass man weder vor noch zurück kam.
Ich denke dies ist wohl vor allem ein negativer Aspekt dieser Messe: Die zu kleinen Gänge und Hallen auf denen sich immer und immer mehr Aussteller drängen und die Menschenmassen sich durchschieben. Erträglich ist also etwas anderes.
Wenn man mal etwas Ruhe brauchte waren die Hallen der Ausländischen Verlage eine willkommene Abwechslung. Auch die Toiletten dort sind, wie mir scheint, komfortabler als die bei den deutschen (Publikums)Verlagen.


Meine Messeausbeute. Von Beuteln bis Autogrammen bis hin zu Leseproben
und Postkarten ist alles dabei was das (Leser)Herz begehrt.


Wenn man es aber so betrachtet, dann sind die Fachbesuchertage nicht nur für Blogger interessant, sondern boten auch für mich eine Weiterbildungsmöglichkeit. So lauschte ich in der Self-Publishing Area über die Häufige Fehler im Vertrags- und Lizenzrecht oder entdeckte die Augmented Reality bei Kinderbüchern und Schulbüchern (einmal bei TigerCreate und dann bei der KIDS interactive GmbH).

Die erweiterte Realität anhand eines Herzens
3D Animation des Herzens in der erweiterten Realität

Und sah man sich die anderen Hallen der ausländischen Verlage an, so konnte man den Trend erkennen, dass viele mit dieser Erweiterung und dem Buch plus einer App spielen und neue Wege gehen. Denn ich muss zugeben: So macht Lernen Spaß. Und Kinderbücher erwachen zum Leben, werden erfahrbarer und kommen in unsere Welt. Ein fantastischer Gedanke, wenn ihr mich fragt.


Das diesjährige Gastland hatte im Übrigen eine faszinierende Wirkung auf mich. Oder lag es daran, dass ich einfach zu müde gewesen war und das kuschlige Idyll dort oben im Pavillon einfach nur zu verlockend? Ich denke ich lasse am Besten die Bilder sprechen. Aber die Musik beim Wayang müsst ihr euch noch vorstellen.








Ein kleines ebenso kulinarisches Paradies wie vom Design her, ja das waren sie die ausländischen Verlage. Manchmal kam es mir sogar vor, als ob sie sich dort mit mehr präsentierten als die deutschen Verlage, aber das kann auch nur mein Empfinden sein. Aber schaut ruhig einige meiner Streifzüge durch die anderen Hallen an und was ich dort so schönes entdeckt habe.












Natürlich waren aber nicht nur die ausländischen Verlage interessant, sondern auch die deutschen Verlage, die zu Signierstunden, zu Lesungen und zum Reden einluden.
Vorne vorn der Oetinger Verlag mit seinem Imprint Oetinger34.

Autogramme bereichern das Fanherz

Am Oetinger34 Stand lernte ich nun endlich mal ein paar Leute kennen, denen ich auf diesem Portal als Leserin Einblicke in den Kopf eines Büchersüchtigen gebe und mit Anmerkungen und Rezensionen weiterhelfe.
Natürlich durfte das Best Einhorn ever nicht fehlen. Ich wollte also unbedingt ein Bild mit dem süßen Horst, dem ich auf der Plattform hin und wieder ein paar Kekse spendiere oder mich über seine Abenteuer freue die er mit uns teilt.

Horst das beliebte Einhorn, dass sich am Wohlsten fühlt,
wenn er sich von seiner besten Seite zeigen kann


Eines meiner Highlights war im übrigen die lang herbeigesehnte Lesung von Silas und Natalie mit ihrer Kings and Fools Reihe. Aber nicht nur sie beantworteten Fragen, auch Bernhard Hennen, zeigte sich mit auf der Bühne und plauderte aus dem Nähkästchen, dass Natalie und Silas seine Angewohnheiten beim Schreiben übernommen haben und ihn selbst noch in der Nacht anrufen um Rat fragten. So ist das eben als Buchpate. Man hat keine ruhige Minute, nicht wahr?






Und da Poetry Slam ein für mich neues Genre ist, habe ich mit Begeisterung der Lesung zu #textgold gelauscht. Die Bücher sind kleine Wegbegleiter. Illustrierte Dichtkunst die dennoch mitten ins Herz des jugendlichen Lesers treffen. Und die Performance der Autoren war atemberaubend. Von nachdenklichen Texten über die Widersinnigkeit von Überzeugungen bis hin zu Freundschaften und auf der Suche nach einem Sinn. Von Liebe und Schmerz. Für jeden war etwas dabei.








Und wenn wir gerade einmal bei Oetinger sind: Eher unfreiwillig hatten wir einen Stopp eingelegt, weil wir am Samstag regelrecht erschlagen waren von den Menschenmassen. Aber dieser Stopp zeigte uns ein Kinderbuch, welches so süß und mit viel Liebe zum Detail illustriert worden ist, dass ich einfach davon berichten muss.






Die Kinder waren mehr als gespannt, nicht zuletzt wegen der wunderbar animierten Darstellung, die die Autorin neben ihrer Erzählung geboten hat. Mit viel Witz und Charme hat sie den zweiten Band von ihrem Anton vorgestellt, der ein sehr ängstlicher Junge ist und sich den Ängsten des Alltags stellen muss. Ein herrliches Buch und das nicht nur für Kinder.

Und eine Buchmesse hat natürlich etwas mit dem Kulturgut Buch zu tun, zu welcher auch einige sehr informative Ideen vorgestellt wurden, wie man den stationären Buchhandel mit einer Erweiterung des Sortiments und einer Werbekampagne ausstatten kann. Kultur. Gut. Buch. ist somit ein innovatives Konzept, welches vom Sortimenter auch individuell gestaltet werden kann.




Wie ihr mitbekommen habt (vielleicht hat mich der eine oder andere ja gesehen. Das eine oder andere Gesicht kam mir auf alle Fälle bekannt vor!), war ich auch auf einem Bloggertreffen. Also nicht nur der Weiterbildung diente die Buchmesse für mich. Nein, auch etwas Spaß war an der Reihe. Natürlich war das Bloggertreffen von Randomhouse somit das Beste was mir passieren konnte. Dort traf ich... Ach seht einfach selbst :D





Wie ich sagte, liebe ich Autogramme! Also durften die von Impress (gut gelegt an einem Tag, wo die Fachbesucher und Blogger noch nicht umringt sind von den Nichtfachbesuchern) nicht fehlen!








Natürlich geht es auch um das Buch. Ja, ich liebe Bücher und so war es auch sehr interessant zu sehen, zu hören und zu entdecken. Deswegen hier mal ein paar Highlights von innovativen (Kinder)Büchern! Und Nein, ihr werdet keine Ausmalbücher bei mir finden, die finde ich irgendwie nicht so gut; ich denke das liegt daran, dass mich das keineswegs entspannt, sondern eher aggressiv macht.




















Insgesamt lässt sich also sagen, dass die Buchmesse (wenn sie auch sehr voll gewesen war und man manchmal schon ziemlich Platztangst bekam) ein voller Erfolg war. Der Input, den ich bekam, die fachspezifischen Veranstaltungen und dann auch das was das Leserherz noch begehrt, dass alles hat die erste Frankfurter Buchmesse für mich und Lia zu einem Erlebnis gemacht, dass auch noch jetzt nachwirkt.

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