[Rezension] Steamtown. Die Fabrik von Carsten Steenbergen und T.S. Orgel

Steamtown. Die Fabrik beim Papierverzierer Verlag

PRODUKTDETAILS:

Titel: Steamtown. Die Fabrik
Reihe: Steamtown #1
Autor: Carsten Steenbergen und T.S. Orgel
Genre: Steampunk im Krimigenre
Herausgeber: Papierverzierer Verlag
Erscheinungstermin: 30. Mai 2015
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-9445-4434-2
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 400 Seiten

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Auf den Stufen der Bakers Hall von Steamtown liegt eine bestialisch zugerichtete Leiche. Der junge Agent Eric van Valen wird zusammen mit dem abgehalfterten Pater und Ætheromanten Siberius Grand und dem seltsamen Forensiker Mister Ferret vom Ministerium Seiner Majestät beauftragt, den Mörder zu finden – oder wenigstens jemanden, der schuldig genug aussieht. Doch was als simple Mordermittlung in der Unterwelt der von Plasmalicht und Kohlefeuer erhellten Stadtmetropole beginnt, scheint tiefer zu gehen und konfrontiert sie mit ihren düstersten Albträumen. Albträume, in denen höllische Geschöpfe auf die drei Ermittler lauern, dunkle Vergangenheiten und eine Verschwörung, die die Stadt Steamtown in ihren Grundfesten erschüttert.

Der Verlag über das Buch:
-

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Zwischen Krimi und Steampunk verbirgt sich eine Nuance, die in diesem Buch fantastisch umgesetzt wurde. Ein Lesehighlight der beiden Genres.

Das Cover/Die Gestaltung:
Das eher schwarz gehaltene Cover lenkt den Blick vor allem auf das Grün der Bildmitte. Das Grün, welches oberhalb des Untertitels noch durch eine Figur absetzt und eine Art Durchgang schafft und unterhalb zu einer Art Reagenzglas mit in sich strömendem (vermuteten) Æther verbunden ist. Durch das Zahnrad, welches sich oberhalb andeutet, wird der Blick des Lesers abgerundet und verharrt genau dort, wo er sein soll. Mittig und treffend. Durch diese Kombination wird das Interesse geweckt und zieht vor allem solche Leser an, die mit dem Genre des Steampunks vertraut sind.
2,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Durch den realistischen und erzählenden Stil der Autoren, wird nicht lange um den heißen Brei geredet oder sich an unnützen Beschreibungen aufgehalten. Man startet gleich mitten rein in lebhafte Figuren, in rasante Wendungen und vor allem in die Steampunkwelt. Die drei sind ein so eingespieltes Team, dass man ihre beiden Stile nicht besonders unterscheiden kann, was dazu führt, dass man einfach schnittlos weiterlesen kann.
2,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Die Dichte der Figuren, lässt sich in diesem Roman vor allem durch die Handlungen der Personen bestimmen. Die Worte die sie sagen, die Taten, die sie zu dem machten was sie sind. Genau dies lässt die Figuren zu lebendigen Wesen werden, die sich auch stätig weiterentwickeln. Keiner der Figuren ist starr, jeder Moment scheint für sie und ihre Haltung wichtig zu sein. Und somit schaffen Carsten Steenbergen und T.S. Orgel Figuren, in die man sich hineinversetzt und mit denen man mitfühlen kann.
2,0/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Ermittler, die Mordfälle aufklären. So weit so gut. Denn was sich zuerst wie ein Krimi im anderen Gewand liest, wird schnell zu einem Ausflug in die Steampunkwelt. So ist man gefangen zwischen den Genretypischen Begebenheiten, die sich perfekt mit denen des Krimis vermischen und so eine rasante und spannende Geschichte erzählen, die mit allen Wassern gewaschen ist. So lässt einem die Story nicht mehr los, treibt und hetzt einen weiter, ohne dass dies ausartet. So ist man hin und hergerissen, die Seiten fliegen nur so vor sich hin und mit dem Lesen kann man nicht mehr aufhören. Denn zwischen all den Kriminaltypischen Besonderheiten, schaffen die Autoren es sich auch mit den atmosphärischen Merkmalen des Steampunks auseinanderzusetzen. So schaffen sie eine Konstruktion, die von beiden Genre profitieren und dennoch nicht ohne das gewisse Extra auskommen. Mit Wendungen und perfekt gesetzten Kniffen, erwartet den Leser eine nervenaufreibende Erzählstruktur, die seinesgleichen sucht.
2,0/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Durch die Struktur des Romans, den Aufbau der Figuren und die Vermischung des Genres des Krimis und des Steampunks, werden Fragen aufgeworfen und neu zusammengesetzt. Begebenheiten, die einen Stellenwert haben, lassen den begeisterten Leser schnell in die Materie eintauchen, sodass man einfach nur dem Geschehen und den Figuren folgen muss. Mit der Erzählweise wird es rasant gehalten, sodass man nicht mehr aufhören kann, was vor allem zu Beginn der Lektüre punkten kann.
2,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 10,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die sich nicht nur auf eine Abenteuer in der Steampunkwelt einlassen wollen, sondern auch noch einen Krimi erleben möchten, der einem Atemlos zurücklässt. Denn die drei Autoren schaffen es diese beiden Genres so miteinander zu verbinden, dass man die Grenzen des einen nicht von denen des anderen unterscheiden kann.
An dieser Stelle bedanke ich mich bei dem Papierverzierer Verlag und Carsten Steenbergen für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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