[Rezension] Secrets. Ich fühle von Heather Anastasiu

Secrets. Ich fühle bei Random House


PRODUKTDETAILS:

Titel: Secrets. Ich fühle
Reihe: Secrets #1
Autor: Heather Anastasiu
Genre: Dystopischer Liebesroman im Jugendbuchbereich
Herausgeber: Blanvalet (ein Verlag der Verlagsgruppe Random House GmbH)
Erscheinungstermin: 17. November 2014
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-641-11793-1
Format: eBook
Seitenzahl: 416 Seiten

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:

Kann es ein Verbrechen sein, Gefühle zu haben?

Wut, Enttäuschung, Schmerz – Gefühle drohten die Menschheit auszulöschen. Ein Chip befreit sie nun von ihren schädlichen Emotionen. Denn selbstständig zu fühlen ist einfach zu gefährlich. Das erfährt Zoe am eigenen Leib, als plötzlich eine Störung an ihrem Chip auftritt. Zum allerersten Mal entstehen in ihrem Kopf eigene Gedanken und unaufhaltsame Gefühle. Zoe muss dieses Geheimnis um jeden Preis bewahren; sollte es gelüftet werden, droht ihr die Auslöschung. Doch dann gerät ihr Chip derart außer Kontrolle, dass sie sich nicht länger verstecken kann und für ihr Leben und ihre Freiheit kämpfen muss.

Der Verlag über das Buch:
-

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Das Buch legt eher Wert auf kitschige Gefühle, als auf die Merkmale der Dystopie. Die vorhandene Liebe nimmt allem anderen den Atem.

Das Cover/Die Gestaltung:
Eine junge Frau, präsent in den Vordergrund gestellt. Sie ist dem Leser abgewandt, sodass sie nicht nur über die Schulter schaut, sondern man als Leser auch den technischen Port sieht, welcher im Nacken besonders stark auffällt. Durch diese Pose erkennt man das Gesicht der Figur, kommt nicht umhin ihn sogleich mit der Protagonistin in Verbindung zu bringen, was zwar eine Identifikation nach sich zieht, aber auch den Raum für die eigene Vorstellungskraft nimmt. Die körnigen Einschübe auf dem Bild wirken im Vergleich zur makellosen Person wie Dreck, was einem ein wenig Interpretationsfreiheit lässt. Da der Port der einzige Gegenstand ist, welcher mit dem Buch in Verbindung gebracht wird, wirkt die Figur umso überdimensionierter, was zum Glück durch den fixierten Blickpunkt auf die Technik nicht am Thema vorbei ist.
1,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Heather Anastasiu hat einen sehr beschreibenden Stil. Vor allem die Gefühle, die der Hauptprotagonistin manchmal noch fremd sind, beschreibt sie in all ihrer Fülle. Für mich manchmal zu viel, da sie durch diese Fixierung das aus den Augen verliert, was wirklich interessant ist. Denn so ist man gezwungen sich zig Seiten voller Liebestaummel, Verwirrung und dem ewigen Hin- und Hergezogensein zwischen zwei Männern lesen zu müssen, ohne vom Fleck zu kommen.
0,5/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Leider verlaufen die Figuren nach einem ziemlichen Schema, welches die Autorin nicht zu durchbrechen scheint. So bleiben die Figuren zwar nachvollziehbar und jeder kann sich in ihnen wiederfinden, doch so bleiben sie zu blass, zu unkonkret und somit keineswegs im Kopf.
0,5/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Leider ist der Titel genau das was man von dem Buch erwarten kann. Anstelle wirklich dystopische Grundzüge herauszuarbeiten, wird Wert auf das Fühlen gelegt. Was interessant geworden wäre, wenn nicht nur das ewige Geleier über die erste Liebe da wäre. Andere Gefühle gibt es auch. Es gibt auch Wichtigeres, als sich zwischen zwei Männern entscheiden zu müssen und sich nicht am richtigen Platz zu finden. So wird das ewige Gefühlsgedusel langatmig, nimmt der Story die wichtigen Aspekte und gleitet dafür immer mehr ab in eine Lovestory mit einem anderen Setting, ohne dieses jedoch näher zu beleuchten oder hervorzuheben.
0,0/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Zwar sind die Figuren, durch ihr Schema für jeden nachvollziehbar, dennoch bleiben diese nicht unbedingt im Kopf, denn sie heben sich nicht von der Masse ab. Auch zieht sich der Plot durch die ewigen Beschreibungen der Gefühle, die sich scheinbar nur auf die Liebe konzentrieren. So bleibt der Aufbau einer Dystopie leider im Hintergrund und wird nicht unbedingt ausgebaut.
0,5/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 2,5 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die nur die Dystopie als Setting wollen, ohne sich näher mit ihr zu beschäftigen. Denn in Secrets. Ich fühle ist der Titel Programm. Die Hauptprotagonistin fühlt. Und fühlt. Und fühlt. Anstelle über die Dinge in der Dystopie näher nachzudenken, bleibt sie lieber gefangen in ihren Gefühlen, die sich vor allem mit der Liebe beschäftigen, die sie so sehr verwirrt, dass sie bald zwischen zwei Männern sitzt und sich zuerst nicht entscheiden kann.

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