[Rezension] Ich fürchte mich nicht von Tahereh Mafi

Ich fürchte mich nicht bei Random House

PRODUKTDETAILS:

Titel: Ich fürchte mich nicht
Reihe: Shatter me #1
Autor: Tahereh Mafi
Genre: Romantasy im Jugendbuchbereich
Herausgeber: Goldmann (ein Verlag der Verlagsgruppe Random House GmbH)
Erscheinungstermin: 23. Juli 2012
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-442-31301-3
Format: Hardcover
Seitenzahl: 320 Seiten

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:

Ich habe eine Gabe. Ich bin das Leben. Berühr mich.
»"Du darfst mich nicht anfassen", flüstere ich. "Bitte fass mich an", möchte ich in Wahrheit sagen. Aber wenn man mich anfasst, geschieht Seltsames. Schlimmes.«

Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. An ihrer Seite ein Mann, zu dem sie sich unaufhaltsam hingezogen fühlt. Ihn zu berühren ist ihr sehnlichster Wunsch – und ihre größte Furcht ...


Der Verlag über das Buch:
-

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Ein sinnlich beschriebenes Abenteuer, welches vor allem durch seine Sprache punktet und eher schwach in der Umsetzung ist.

Das Cover/Die Gestaltung:
Eine Frau, fast schwebend auf einer dürren Landschaft, welche ausgetrocknet daherkommt. Im Hintergrund eine Stadt, welche fast klein im Gegensatz zur Identifikationsfigur wirkt: Deswegen liegt der Augenmerk bei dieser Frau im blauem Gewand, welches sich langsam am Saum in Tinte zu verflüssigen scheint und sich am unteren Rand wie Schwaden sammelt. Mit dieser Kombination hat nicht nur die angesprochene Zielgruppe etwas von ihrer Identifikationsfigur, sondern auch das Auge.
1,5/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Tahereh Mafis Sprache ist wahrlich ein Feuerwerk an Begabung. Vereint mit Bildern, welche man so nicht in der Jugendbuchliteratur kennt, erschafft sie eine Welt, welche vor allem durch ihre Sprache punktet und man sich als Leser nur zu gerne gefangen nehmen lässt. Denn sie schafft es normale Dinge so zu umschreiben, dass man sie sich bildlich vorstellt, ohne die üblichen Worte dazu zu gebrauchen. Somit hat jeder ein anderes Bild vor Augen, jeder das, was er sich in seiner Imagination vorstellt und was er mit ihren Worten, mit ihren Bildern verbindet.
2,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
So gut vor allem die Hauptfigur in ihren Gedanken mit den Bildern spielt, umso weniger sind die Nebenfiguren ausgearbeitet. Leider wird sehr viel Wert auf das Innenleben einer einzigen Figur Wert gelegt, was wohl an der Perspektive liegen mag. Dennoch wirkt auch die Hauptfigur alles andere als stabil, alles andere als symphytisch, wenn sie auch gerne das aus ihren Gedanken streichen mag, was sie eigentlich nicht denken will, nicht denken darf. Hier liegt der Punkt deutlich darauf, die Verwirrung der Andersartigkeit zu zeigen, der ein bisschen ausgelutscht in der Jugendbuchliteratur ist und den man schon von anderen Helden kennt, wie man auch aus X-Men kennt. So wird zwar eine Hauptfigur vorgegeben, in der sich vor allem junge Frauen wiederfinden können, doch neben dieser Begebenheit ist sie meist mit einem Augenverdrehen zu lesen, da man die Figur mit ihren Selbstwertproblemen schon kennt und sich fragt, warum immer nur Frauen so schwach gestellt werden.
1,0/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Auch hier zeigt sich eine eindeutige Schwäche. Der Plot zieht sich wie Kaugummi, zeigt vor allem durchgestrichene Gedankengänge der jungen und sich suchenden Protagonistin, welche in eine neue Welt geworfen wird, in der ihre Gefühle wieder wie so oft zwischen zwei Männern aufgeteilt ist, die sich hin- und herwerfen, nicht wissend, wo sie wirklich hingehören. So wird sich zwar der Gedankenwelt der Jugendlichen genährt (mit einer sehr schönen Sprache, nebenbei bemerkt), aber der Plot an sich sehr vorhersehbar gehalten, sodass man sich immer fragt, wo ist er nur, wann passiert endlich mal etwas Großes?
1,0/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Durch den Plot, der sich eher auf die Suche der Hauptprotagonistin nach sich selbst bezieht, als auf ein Vorankommen der Handlung, wird dieses Buch zwar für die jugendlichen Leserinnen ein Hochgenuss, aber durch den Mangel an Handlung bleibt alles eher im Hintergrund, sodass es sich zieht. Die Hauptprotagonistin legt außerdem viel Wert darauf ihren Gefühlen (wenn auch mit sehr schönen und ungewöhnlichen Bildern) Luft zu machen und lässt ihre anderen Handlungen eher im Hintergrund. So wird die Suche nach sich selbst, nach seiner Identität zwar nachvollziehbar, aber keineswegs neu.
1,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 6,5 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die mit einer bildschönen Sprache ein Buch lesen wollen, dass sich vor allem mit der Suche nach der eigenen Identität beschäftigt. So zieht sich zwar der Plot an sich durch die detaillierten Beschreibungen der Gefühlswelt, punktet aber genau durch diesen. Denn Tahereh Mafi ist es gelungen mit ihren ungewöhnlichen Bildern eine Gefühlswelt zu entwickeln, die bei jedem Leser anders ausfällt, weil er etwas anderes mit diesen Bildern verbindet.

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