[Rezension] Paradox – Am Abgrund der Ewigkeit von Phillip P. Peterson [Hörbuch]

Paradox – Am Abgrund der Ewigkeit bei Audible


PRODUKTDETAILS:

Titel: Paradox – Am Abgrund der Ewigkeit
Reihe: -
Autor: Phillip P. Peterson
Genre: Science Fiction
Herausgeber: Audible; Originalverlag (nach Self-Publishing): Bastei Lübbe
Erscheinungstermin: 22. Oktober 2015
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-404-20843-2 (als Taschenbuch bei Bastei Lübbe)
Format: Hörbuch-Download
Gesamtspielzeit: Ungekürzte Lösung, 12h 37 min.
Sprecher: Heiko Grauel

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Ed Walkers letzte Mission endete beinahe in einer Katastrophe. Zwar konnten er und seine Crew sich retten, doch nun fürchtet er, als der Astronaut in die Geschichte einzugehen, unter dessen Kommando die Internationale Raumstation ISS zerstört wurde. Daher kann er sein Glück kaum fassen, als er die erste bemannte Weltraummission an den Rand des Sonnensystems anführen soll.
Mit an Bord ist auch der junge Wissenschaftler David Holmes, der das mysteriöse Verschwinden dreier Raumsonden untersucht. Doch als das Raumschiff den interstellaren Raum erreicht, lautet die wichtigste Frage der Menschheit nicht mehr: Sind wir allein im Universum? Sondern: Sind wir bereit für die Wahrheit?

Der Verlag über das Buch:
EINE REISE ZU DEN STERNEN - ERFÜLLUNG EINES MENSCHHEITSTRAUMS ODER ALBTRAUM DER MENSCHHEIT?


DIE BEWERTUNG

Meinung:
Ein Buch, das vor allem durch seine detaillierten Beschreibungen zum Thema der Raumfahrt auffällt und auch das Fermi Paradoxon aufgreift.

Das Cover/Die Gestaltung:
Dieses Cover passt sich seiner eigentlichen Thematik perfekt an und macht durch die Schwärze im oberen Teil nicht nur einen mysteriösen Eindruck, sondern lässt auch dem Titel den Platz sich zu entfalten. Der untere, farbige Teil, welcher eindeutig das unsrige Universum darstellt, zieht somit auch den Blick auf sich, ohne wirklich so um Aufmerksamkeit zu betteln. So wird vor allem der SciFi Leser aufmerksam, was nicht zuletzt daran liegt, dass es sich abhebt und Aufmerksamkeit gleichzeitig auf sich zieht ohne um direkt dafür zu buhlen.
2,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Phillip P. Peterson schafft es Figuren weit ab des Mainstreams zu schaffen. Zwar besitzt auch er die üblichen Verdächtigen, aber er lässt sie so handeln, dass sie sich entwickeln. So werden sie durch ihre Vergangenheit zu Figuren mit Hintergrund und die Tiefe wird sich mehr und mehr in ihren Handlungen aufbauen. Mit dieser Mischung hat der Autor die Gratwanderung zwischen Identifikation und Eigenwille perfekt geschaffen. Als Leser kann man sich so mit mindestens einer Person in diesem Buch identifizieren und sich doch über ihre Wandlung freuen, die sich nach den Figuren richtet, ohne im üblichen Schema zu bleiben.
2,0/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Zwar braucht der Plot eine kleine Ewigkeit sich aufzubauen, aber so bekommt man direkt mit, dass der Autor auch Ahnung davon hat, worüber er schreibt. Und genau das ist das Interessante an diesem Buch. Man hat, aufgrund der Laufbahn des Autors einen detaillierten Einblick in die Raumfahrt und folgt somit gebannt den Beschreibungen und Handlungen. So baut sich der eigentliche Plot dadurch zwar sehr langsam aus, schnell merkt man aber, dass Phillip P. Peterson auch von den verschiedenen Theorien Ahnung hat, womit man deutlich die Auseinandersetzung mit dem Fermi Paradoxon hat. (Unten findet ihr im Übrigen ein nettes, kleines Video von kurzgesagt, welches euch diese Theorien etwas näher bringt.) Auch werden hier die Zwischenmenschlichen Beziehungen nicht zu kurz kommen, dennoch ist es sehr erfrischend mal wieder ein (Hör)Buch in der Hand zu haben, indem es mal nicht um die einzig wahre, große, erste Liebe geht. Denn so wird der Verlauf ebenso bestimmt wie die Tatsache, dass neue Technologien erklärt werden und sie dennoch nicht aus der Luft gegriffen sondern auch schon erforscht werden. Die Aktualität ist somit auch gegeben und so wird diese Story mit seinem langen Vorlauf zu einer interessanten Lektüre.
1,5/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Trotz des langen Vorlaufs, der die Technologien näher bringt und die Zwischenmenschlichen Interaktionen aufzeigt, bleibt es spannend. Man ahnt etwas, hofft endlich darauf, dass es sich erfüllt oder eben nicht und wird am Ende schließlich mit einem etwas anderem Ende belohnt, als man es gewohnt ist. Aber das hat auch seinen Reiz, als die ganzen Enden, welche so glatt verlaufen, dass man sich fragt, ob man in einer verklärte Hollywood-Welt ist. Die Technologien, welche man in diesem Buch findet, werden mit einem genauem Hintergrund beschrieben, sodass man auch als Nichtkenner der SciFi etwas damit anstellen kann. So wird das Lesen nicht etwa mit einem Lehrbuch über Antriebe oder Ähnliches vergleichbar, sondern mit einer Auseinandersetzung, bei welcher man begierig den Inhalt aufsaugt.
2,0/2,0 Punkten

Der Sprecher/Die Sprachqualität:
Heiko Grauel schafft es mit seiner Stimmung die Figuren hervorzuheben und auch Spannung zu erzeugen. Die Emotionen der Figuren kommen direkt beim Hörer an, sodass man auch die Feinheiten des Figurenaufbaus mitbekommt. So wird das Hören ein spannender und direkter Zeitvertreib, bei welchem man dank des Sprechers auch genau das versteht, was der Autor beschrieben hat.
2,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 9,5 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, für alle die, welche sich gerne in der Science Fiction zuhause fühlen. Dank der Laufbahn des Autors merkt man der Story an, dass sie nicht nur unkorrekte Fakten widergibt, sondern tatsächliche Theorien und Annahmen. Durch diese Tatsache wird die sonst fiktive Geschichte zu einer Lektüre, die nahe an der Wirklichkeit ist und dennoch mit Theorien spielt, bei welcher einige nur den Kopf schütteln können.


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