[Rezension] Bibliomantisch, abenteuerlich und phantastisch: Die Seiten der Welt. Blutbuch von Kai Meyer

Die Seiten der Welt. Blutbuch bei S. FISCHER


PRODUKTDETAILS:

Titel: Die Seiten der Welt. Blutbuch
Reihe: Die Seiten der Welt #3
Autor: Kai Meyer
Gelesene Sprache: Deutsch
Genre: Phantastische Literatur im Jugendbuchbereich
Empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren
Herausgeber: FISCHER FJB (ein Imprint der S. FISCHER Verlag GmbH)
Erscheinungstermin: 10. März 2016
ISBN: 978-3-8414-0226-4
Format: Hardcover
Seitenzahl: 528 Seiten
Preis: EUR 19,99

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:

Das Ende der Bücher 

„Schreibe etwas in den Büchern der Schöpfung um, und du veränderst die Vergangenheit. Und mit ihr die Gegenwart und Zukunft. Furia, du hast die Macht, diese Welt zu einer besseren zu machen. Wer schlägt so eine Chance aus?“
„Ich“, sagte sie.

Das Sanktuarium ist untergegangen, aber schon wird die bibliomantische Welt von einer neuen, übermächtigen Gefahr bedroht. Die Ideen steigen aus dem goldenen Abgrund zwischen den Seiten der Welt auf und verschlingen ein Refugium nach dem anderen. Bald ahnt Furia, dass sie die einzige ist, die die Vernichtung der Welt aufhalten kann und dass sie dafür einen sehr hohen Preis zahlen muss. Doch ist sie dazu bereit?

Der Verlag über das Buch:
Das große Finale: Das dritte Buch des Spiegel-Bestsellers DIE SEITEN DER WELT von Erfolgsautor Kai Meyer um die junge Bibliomantin Furia.

Über den Autor:
Kai Meyer, geboren 1969, ist einer der wichtigsten deutschen Phantastik-Autoren. Er hat über fünfzig Romane veröffentlicht, Übersetzungen erscheinen in dreißig Sprachen. Seine Geschichten wurden als Film, Hörspiel und Graphic Novel adaptiert und mit Preisen im In- und Ausland ausgezeichnet.

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Auch dieser Band verzaubert mit phantastischen Ideen und ein unglaubliches Abenteuer, welches einen tief in die Bibliomantik zieht.

Das Cover/Die Gestaltung:
Wie die beiden ersten Bände zuvor, wird dieses Buch von dem gleichen Cover geschmückt. Dieses Mal prunken die filigranen Blattadern, Federn und Origami-Figuren auf dunkelrotem Untergrund. Passend zu dem Untertitel des Buches. Passend zu den anderen beiden vorhergegangenen Bänden. So wird Abwechslung und dennoch Wiedererkennung großgeschrieben, womit nicht nur Liebhaber dieser Serie auf ihre Kosten kommen, sondern auch andere, vielleicht neue Käufer in seinen Bann zu ziehen vermag.
Denn durch das Silber auf rotem Grund, wirkt es geheimnisvoll, lässt einen durch die Gegenständlichkeit öfter hinschauen als zu vergleichbaren Büchern des Genres. Und selbst wenn man es aufschlägt, wird der Leser wie in gewohnter Manier nicht mit den ersten leeren Seiten willkommen geheißen, sondern mit einem Spruchband vor einem Bücherregal. Auch dies lässt den Wiedererkennungswert der Reihe in den Mittelpunkt rücken und den Leser gleich mit tief hinein ins Geschehen.
Denn durch diese durchgezogene Reihenwiedererkennung bleibt Die Seiten der Welt eine Reihe, die sich schnell durch die Cover von anderen Kinder- und Jugendbüchern abhebt und zieht einen durch die Aufmachung gleich wieder mit hinein ins Leseabenteuer.
2,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Kai Meyers bildhafter Stil begleitet den Leser mit erstaunlicher Kraft durch die Seiten. Bilder, gesponnen durch anschauliche Ausschmückungen, rasen einem beim Lesen durch den Kopf. Lassen Magie, Phantastik und Figuren lebendig erscheinen. Legen macht in die Worte, legen Macht in die Geschichte und lassen einem durch die bildhaften Vergleiche und Methapern immer weiter den Abenteuern folgen. Manchmal rasant und ohne Atempause, oft mit Verbildlichungen um inne zu halten und das Ganze in sich einzusaugen.
2,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Mit viel Charme und eigenen Kreationen bleiben die hier handelnden Figuren skurril und dennoch liebenswürdig. Während die weibliche und abenteuerlustige Hauptprotagonistin durch ihr noch recht junges Alter teilweise mit noch aufmüpfigen und wilden Zügen erzählt, kommen auch weit aus gereiftere Figuren hinzu. So entstehen allein schon aus den Figuren Konflikte, welche sie in ihrer Entwicklung voran bringen. Aber es gibt auch diese Art von Figuren, welche die handelnde Person unterstützen, sie so lassen, wie sie sind.
Und durch diese bunte Mischung aus vorantreibenden Kräften und unterstützenden Helfern ergibt sich ein ebenso buntes Bild, sodass sich jeder Leser in der einen oder anderen Figur (wenn nicht sogar in allen zusammen) wiedererkennen kann.
2,0/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Kaum hat Furia sich von ihrem letzten Abenteuer erholt, so muss sie abermals die Bibliomantik vor dem Untergang retten. Und während auch dieses Mal ihre besten Freunde ihr zur Seite stehen, muss sie feststellen, dass sie ihre Mission nur schaffen kann, wenn sie über sich hinauswächst. Hinauswächst und Verantwortung übernimmt; denn dieses Mal gilt es der Schöpfung selbst gegenüber zu treten.
Auch wenn ein solches Buch seit Die Unendliche Geschichte nicht neu ist, überzeugt Kai Meyer mit vielen weiteren Elementen, dass er Althergebrachtes und Neues so miteinanderverbinden kann, dass es eine unterhaltsame Reise darstellt. Denn während einige Erzählstränge konsequent erzählt werden, so ergibt sich bei den Nebenhandlungen ein Bild, welches verschlungen und nicht einsehbar ist. Mit der Mischung aus Erkenntnis und Informationsgewinn bleibt der Leser in der Geschichte, folgt den Entwicklungen der Figuren. Denn diese sind unabdingbar mit dem Verlauf des Plots verwoben. Ohne das eine könnte das andere sich nicht so entfalten, wie es jetzt schlussendlich in diesem Buch Schwarz auf Weiß geschrieben steht.
Informationen, welche man als Leser gesammelt hat, werden strukturiert und ohne Eile gestreut, verbreitet und auch bis zum Ende gedacht. Somit ergibt sich ein rundes Ende, bei welchem man keine Fragen mehr besitzt, welche aufgekommen sind.
2,0/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Figuren, welche ohne den Plot nicht so existieren würden, wie sie am Ende der letzten Seite dem Leser vor Augen stehen. Ein Plot, der sich nicht so entwickelt hätte, wenn es nicht genau diese Figuren wären, welche mit ihm verbunden sind. Und eine Geschichte, gut ausgeklügelt und voller phantastischer Wesen.
Dies ist es, was dieses Buch ausmacht. Dies ist es, was dieses Buch glaubwürdig und nachvollziehbar werden lässt.
Durch die Verbindung des Plots mit den Figuren, ergibt sich ein Gesamtbild, welches sich beim Lesen geradlinig und zielstrebig aufbaut. Somit wird einem ein stetiges und rundes Bild der Weiterentwicklung geboten. Einer, der mit den Figuren so verbunden ist, dass es sich miteinander bedingt.
Auch die Nebenstränge, welche parallel zu denen laufen, welchen wir folgen, sind gut durchdacht, bleiben im Hintergrund, brodeln, bauen sich auf bis es für sie an der Zeit ist sich zu offenbaren und den Figuren entweder in den Weg zu stellen oder ihnen weiterzuhelfen, wachsen oder entmutigen zu lassen.
2,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 10,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, welche nicht nur schon seit dem ersten Band Teil der Bibliomantik sind, sondern auch für all diejenigen, welche sich auf eine philosophische, abenteuerliche und phantastische Reise begeben wollen. So wird Altbekanntes mit Neuem vermischt, sodass etwas ganz Wunderbares entsteht. Nicht nur für all die Buchliebhaber, sondern auch für all diejenigen, welche sich gut unterhalten lassen möchten.
Denn in Die Seiten der Welt gibt es vieles zu entdecken, von Gegenständen, die reden, Witze reißen, bis hin zu offensichtlichen Fragen stellen. Manche so unumgänglich, dass man über sie nachdenken muss.
So wird diese Lesereise etwas Besonderes und lässt einem nach dem Lesen auch gar nicht mehr los.


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