[Rezension] Mystisch, spannend und fantastisch: Secret Fire. Die Entflammten von C.J. Daugherty und Carina Rozenfeld

Secret Fire. Die Entflammten bei Oetinger

PRODUKTDETAILS:

Titel: Secret Fire. Die Entflammten
Reihe: Secret Fire #1
Autor: C.J. Daugherty, Carina Rozenfeld
Gelesene Sprache: Deutsch
Übersetzer: Jutta Wurm, Peter Klöss
Genre: Mystery/Fantasy im Jugendbuchbereich
Herausgeber: Oetinger
Erscheinungstermin: 22. August 2016
ISBN: 978-3-7891-3339-8
Format: Hardcover (als Vorableseexemplar mit anderem Cover gelesen)
Preis: EUR 18,99
Kaufen bei: Oetinger, Buchhandel, Amazon
 
PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Wird die Liebe das Schicksal besiegen? Der 17-jährige Sacha setzt sein Leben mit spektakulären Aktionen aufs Spiel – weiß er doch, dass er nicht sterben kann (jedenfalls nicht vor seinem 18. Geburtstag). Grund ist ein uralter Fluch, der seit Generationen auf seiner Familie lastet. Ein Fluch, von dem ihn nur die 17-jährige Taylor erlösen kann. Doch der Preis dafür ist hoch. Ist sie bereit, sich und ihre Zukunft für Sacha zu opfern?

Der Verlag über das Buch:
Charmant, actionreich und romantisch: Secret Fire ist der Auftakt eines neuen Zweiteilers von Night-School-Bestseller-Autorin C. J. Daugherty.

Über den Autor:
C.J. Daugherty, Autorin und Journalistin, lebt in Südengland. Sie war u.a. für verschiedene amerikanische Zeitungen als Polizeireporterin tätig, veröffentlichte gemeinsam mit ihrem Mann Reiseführer und schreibt seit einiger Zeit spannende Bücher für junge Erwachsene. Mit ihren Romanen über die »Night School« erntete sie sehr schnell internationale Anerkennung. Die "Teenie-Serie mit Potential" - so der Norddeutsche Rundfunk in seinen Buchtipps - wird bereits in 18 Sprachen übersetzt! C.J. Daugherty selbst sagt über ihr Werk: "Night School kann euch dabei helfen, an der Uni zu überleben, außerdem ein Schweizer Messer, Thunfisch aus der Dose und billiger Gin!"

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Ein spannender Auftakt, welcher viele Fragen aufwirft und den Leser so zurücklässt, dass man den zweiten Teil unbedingt lesen will.

Das Cover/Die Gestaltung:
Da ich ein Vorableseexemplar mit einem anderen Cover zum Rezensieren bekommen habe, möchte ich hier auch auf beide Cover eingehen, damit ihr die unterschiedlichen Cover bestaunen und meine beiden unterschiedlichen Meinungen dazu lesen könnt.
Fangen wir mit dem ursprünglichen Cover an, auf welches ich (da es mal ohne Gesicht war) aufmerksam geworden bin.
Dieses Cover ist in meiner Version auf schlichtem weißen Hintergrund. In der Mitte, ganz geheimnisvoll und mystisch prangt ein von Flammen umgebenes Dreieck, in welchem ein Auge zu erkennen ist. Goldene Wellen fließen von links nach rechts, wirbeln Symbole, Zeichen und Silhouetten mit sich. Es wird mit dem Titel typografisch gespielt, welcher sich aufsplittet und oberhalb des flammenden Auges und einmal unter diesem widerfinden lässt. Dieser ist in einem schlichen Schwarz gehalten, lässt den Buchstaben einzeln jedoch Platz sich auszubreiten, ein bisschen versetzt zu sein. Der deutsche Untertitel des ersten Bandes ist hingegen wieder in dem gleichen goldenen Farbton gehalten, wie die Wellen, welche die mystischen Alchimistensymbole mit sich wirbeln.
Dieses Cover wirkt auf mich (vor allem, wenn man bedenkt, dass dieses Buch aus einer männlichen und einer weiblichen Sicht geschrieben ist) viel stimmiger und nicht so kitschig weiblich, wie das jetzige Cover (welches ich euch jetzt auch gleich beschreiben werde). Es zieht mich an, weil nicht nur Typografisch, sondern auch Zielgruppen übergreifend (für männlich und weiblich) besser gestaltet finde. Es wirkt mystischer durch die kleinen Symbole, durch die kleinen Zeichen, welche man bei der genauen Betrachtung entdecken kann. Und vor allem hebt es sich von anderen Jugendbüchern in so weit ab, dass es durch dieses Auge präsent in der Mitte, für mich mehr mit dem Leser kommuniziert, als es ein weibliches Gesicht schafft.
Das jetzige Cover ist in blassen und sehr weiblichen Rosatönen gehalten. Zwar zieht es somit vorwiegend die Zielgruppe der Mädchen und Frauen an, vor allem, wenn man das präsent weiblich abgebildete Gesicht in der Mitte ebenso betrachtet. Hier variieren die Symbole leider kaum, auch bei näherer Betrachtung kann man keinen weiteren Zeichen erkennen als die vier schwarzen Zeichen und die Motte, welche sich am oberen linken Rand von dem weißen Druck absetzt. Zwar wirkt dieses Cover ebenso auf den Leser, leider geht mir hier aber der Reiz und die Mystik verloren. Es könnte, meiner Meinung nach, aufgrund der rosanen Farbe und dem Mädchengesicht auf dem Cover, einige interessierte (vor allem männliche) Käufer abschrecken. Denn, natürlich geht es auch um ein Mädchen in diesem Buch. Aber die anderen 50% sind aus der Sicht eines männlichen Protagonisten geschrieben, sodass ich persönlich nicht unbedingt verstehen kann, wieso nur ein weibliches Gesicht aufgedruckt wurde.
1,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Die Sprache ist eine gute Mischung zwischen Beschreibung und Konzentration auf das Wesentliche. So werden besonders die Szenen und die Momente beschrieben, welche zur Figurenentwicklung und -einfühlung wichtig ist. Da nicht erkenntlich ist, ob die beiden Figuren aus der Schmiede von C.J. Daugherty sind oder auch Carina Rozenfeld am (Be)Schreiben beteiligt war, gehe ich jetzt von beiden Personen als Gesamtes aus.
Denn die Figuren sind sprachlich in ihrer Umgebung gut verankert und lassen so den männlichen Protagonisten authentischer wirken. Taylor ist somit das weibliche Gegenstück. Und ihre Umgebung, die Beschreibungen, die Worte und Sätze, welche diese Figur findet, bleiben ebenso in der Erlebniswelt einer weiblichen Hauptfigur.
Durch die deutsche Übersetzung wird man als Leser mitten in die Welt der Figuren und der ganzen Mysterien gezogen, ohne dass man Abschläge hinnehmen muss.
2,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Ebenso wie bei der Sprache der Figuren, wurde auch Wert daraufgelegt, die Figuren so lebendig und real wirken zu lassen, wie es möglich ist. Zwar orientieren sich die Figuren zu Beginn an Klischees, um ihnen einen Halt und eine Einordnung zu geben, doch während ihrer Abenteuer, während die Geschichte immer weiter voranschreitet, werden die Figuren aus ihrem herkömmlichen (Selbst)Bild hinausgeworfen. So müssen die beiden Hauptfiguren an ihrem Standpunkt und ihrem Schicksal immer weiterarbeiten.
Während die beiden Hauptprotagonisten sehr ausgearbeitet sind, bleiben die Nebenfiguren sehr am Rande. Man erfährt so viel, um sie einordnen zu können, aber eben nur so viel, dass sie nur als Randperson gelten können. Dies ist ein wenig schade, denn durch die Hauptfiguren und ihren Problemen, könnten auch die Nebenprotagonisten an sich wachsen. Wie es im wahren Leben ist.
1,5/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Sascha und Taylor leben nicht nur in unterschiedlichen Städten, welche in zwei vollkommen verschiedenen Ländern liegen, sondern sind ebenso in ihrem Leben unterschiedliche Wege gegangen. Während Taylor das strebsame Mädchen von nebenan ist, schafft es Sascha sich in jede nur erdenkliche gefährliche Situation zu begeben. Denn er weiß, dass er bis zu seinem 18. Geburtstag nicht sterben kann. Doch sein Leben, all seine nächtlichen Ausflüge, um seine Mutter finanziell zu unterstützen werden von einen Tag auf den anderen nicht mehr das Gefährlichste in seinem Leben. Denn als er, dank seines Englisch-Lehrers, mit Tylor in Berührung kommt, wird ihm bewusst, dass sein Fluch mehr Gefahren birgt. Mehr Gefahren und vor allem mehr als es von Beginn an den Anschein hat.
Während man am Anfang noch sehr auf das mystische gespannt ist und den Auflösungen entgegenfiebert, werden im Mittelteil ziemliche Längen mit Nebensächlichkeiten gefüllt. So wird dem Leser zwar die Liebesgeschichte zwischen Taylor und Sascha nähergebracht, aber mehr erfährt man auch nicht, als man schon vorher gewusst hatte. Auch sind diese Nebensächlichkeiten eher selten zur Figurenentwicklung geeignet.
Während der Mittelteil sich also in die Länge zieht, geschieht zum Ende hin fast alles auf einmal. Die Ereignisse überschlagen sich. Manchmal ist das einfach zu viel auf einmal und man hätte sie, wie ich finde ruhig in den Mittelteil verschieben können, um dem Leser dort mehr Anreiz zu bieten am Ball zu bleiben.
So wirkt das Ende mit all seinen Geschehnissen hektisch und unrund. Vor allem, weil dies der erste Band eines Zweitteilers ist, bleibt das Ende ein wenig unabgeschlossen. Zwar hat sich die große Frage des Fluches gelöst, dies war aber für mich als Jugendbuch-Fantasy-Leser sehr vorhersehbar gewesen. So bleibt dieses Buch in Punkto Plotentwicklung dem der Figuren hinterher und erzählt leider mit ein paar Längen einen spannendes Jugend-Mystery-Erlebnis.
1,5/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Wie schon im Plot erwähnt, beginnt diese Geschichte spannend, hält im Mittelteil einige Längen parat und wird sehr rasant zum Ende hin. Dies wirkt auf mich, vor allem zum Ende hin, sehr hektisch und ein wenig unausgereift. Die Längen, welche meines Erachtens mit zu vielen Nebensächlichkeiten gefüllt worden, hätten mit ein wenig mehr Geheimnis besser erzählt werden können.
Dieses Jugend-Mystery-Buch bleibt in seinem Aufbau also vielen Jugendbüchern gleich, lässt das Geheimnis aber dennoch nicht verworren, sondern nachvollziehbar erscheinen.
1,5/2,0 Punkten

Fazit:


Mit 7,5 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, welche ein Jugend-Mystery-Buch lesen wollen, in welchem es ebenso eine männliche Sichtweise gibt. Leider verfehlt da der gewählte Einband für mich persönlich den Reiz, dennoch sollte man vor diesem nicht zurückschrecken. Denn was hinter einer sehr mädchenhaften Fassade hervorkommt, wird mit einer guten Mischung aus Geschehen und Beschreiben erzählt. So wird nur der Mittelteil dieses Romans etwas langatmig, das Ende hingegen hält viel atemlose Momente bereit. Wären ein paar dieser Momente im Mittelteil versteckt gewesen, würde es, wie ich finde etwas runder wirken.
An dieser Stelle bedanke ich mich bei dem Oetinger Verlag und der Agentur Bookmark, für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar beziehungsweise deren Vermittlung.

2 Sprünge

  1. Vielen dank für diese ausführliche Rezension. Besonders die Einlassungen zum Cover finde ich spannend. Da wir in unserer kleinen Bücherei gerne auch die männlichen Jugendlichen mit spannender Lektüre locken wollen, überlege ich mir, ob ich den Umschlag vielleicht verhüllen sollte. Vielleicht weckt das auch bei den Jungs die Neugier. ;-)

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    1. Hallo E. Mager,

      schön, dass du dich auf meinen Blog verirrt und die Rezension zu Secret Fire gelesen hast.
      Persönlich empfinde ich, dass dieses Cover in der Variante wirklich eher eine Anziehung auf den weiblichen Teil der Leserschaft hat. Natürlich gibt's bestimmt auch den ein oder anderen männlichen Part der aufgrund der Aufmachung zu diesem Buch greift.
      Dennoch könnte es ja auch abschreckend wirken (uh, es ist rosa, voll die Farbe für Mädels!), sodass sie nicht zu dieser recht abenteuerlichen Geschichte greifen würden.
      Ich denke, dass sollte man erst mal beobachten, welche Zielgruppe es ausleiht. Vielleicht überraschen euch ja auch die männlichen Leser! :D

      Liebe Grüße
      Sarah

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