[Kurzrezension] Tagwind. Der Bewahrer der Jahreszeiten von Jennifer Wolf

Tagwind. Der Bewahrer der Jahreszeiten bei Carlsen

PRODUKTDETAILS:

Titel: Tagwind. Der Bewahrer der Jahreszeiten
Reihe: Geschichten der Jahreszeiten #4
Autor: Jennifer Wolf
Gelesene Sprache: Deustch
Genre: Romantasy und Boys Love im Jugendbuchbereich
Empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Herausgeber: Impress (ein Imprint der CARLSEN Verlag GmbH)
Erscheinungstermin: 2. Juni 2016
ISBN: 978-3-646-60227-2
Format: eBook
Preis: EUR 3,99
Kaufen bei: Carlsen; Amazon

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Yannis Tagwind zählt nicht nur zu den attraktivsten Junggesellen Hemeras, sondern ist auch mit Abstand der warmherzigste und liebenswerteste Mann, der jemals unter der Göttin Gaia gelebt hat. Mit einer bewundernswerten Fürsorglichkeit kümmert er sich neben seinen Geschwistern auch um das jüngste Götterkind der Jahreszeiten und würde sofort sein Leben für seine Familie geben. Während diese darauf hofft, dass er sich bald eine Frau sucht, gehört sein Herz jedoch jemandem, den er nicht lieben darf. Nicht nur trennen die beiden ganze Welten an gelebter Zeit, auch ist die Person dafür bekannt, niemandem jemals ihre Liebe geschenkt zu haben. Doch Yannis könnte den Lauf der gesamten Erdengeschichte ändern…

Der Verlag über das Buch:
**Der letzte Band der preisgekrönten Bestsellerreihe von Jennifer Wolf!**

Über den Autor:
Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die die Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel wurden nämlich alle Bücher in ihrem Kinderzimmer aufbewahrt und so war es unvermeidbar, dass sie irgendwann mal in eins hineinschaute. Als Jugendliche ärgerte sie sich immer häufiger über den Inhalt einiger Bücher, was mit der Zeit zu dem Entschluss führte, einfach eigene Geschichten zu schreiben.


DIE Bewertung

Meinung:
Mit Figuren voller Klischees und einer unausgereiften Handlung ist der letzte Teil leider ein Fiasko, das ich oft zur Seite legen musste.

Kurzrezension:
Eigentlich habe ich mich sehr darauf gefreut mich noch einmal in Hemera hineinzuträumen. Denn die Vorgänger habe ich geradezu verschlungen.
Der letzte Teil hingegen lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Vor allem mit solchen, die mich persönlich wütend machen.

Dabei fing es sehr gut an.
Schon das Cover allein, das zwar im Stil der Reihe gestaltet ist, hat meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Es ist nämlich darauf ein Mann abgebildet und durch die vielen Andeutungen von Jennifer Wolfs Facebook-Account, konnte ich mir schon sehr gut vorstellen, weswegen dies der Fall ist.
Deswegen wollte ich dieses Buch unbedingt lesen und hoffte, dass sie nicht genau das macht, was viele vor ihr schon getan hatten.

Doch kaum war ich, dank Jennifer Wolfs flüssigem und angenehm lockerem Schreibstils, mitten im Geschehen, stellte sich nur allzu schnell heraus, dass auch hier sehr tief in die Klischeekiste gegriffen wurde.

Die beiden männlichen Hauptprotagonisten, welche noch zu einem Paar werden, sind nämlich so gestaltet, dass ich sehr oft augenverdrehend das Buch zur Seite packen musste.
Denn ab der Hälfte des Buches werden so viele Schubladen davon aufgemacht, obwohl zu Beginn noch nichts davon zu sehen war.
Dies finde ich sehr schade. Denn genau aus diesen Gründen lese ich keine LGBTQ Romane (und das, obwohl ich zu dieser Gruppe gehöre).

Durch diese Klischeeschubladen wurden die Figuren einfach nur nervend. Wirkten zu aufgesetzt und am Leben vorbei. Wie Koryphäen. So konnte ich mich nicht in sie hineinversetzten, was ich sehr schade fand, denn die Auseinandersetzung mit der Akzeptanz betrifft schließlich auch mich.

Da in dieser fiktiven Welt es nicht so gerne gesehen wird, wenn ein schwules Pärchen zusammenlebt, ist die Auseinandersetzung mit der Umwelt und dem eigenen Standpunkt natürlich vorprogrammiert. Hier wurde Jennifer Wolf dann doch noch etwas tiefgründiger und verließ die ausgetretenen Pfade der Mainstreamsicht, um sich einem Problem zu nähren, dass nicht nur Ausgrenzung betrifft, sondern auch regelrechten Hass.
Nur, dass die Sol und Yannis sich ständig umkreisten, Missverständnisse zu gebrochenen Herzen führten und dieses ständige Hin oder doch Her, ließen den Lesefluss eindeutig weiter nach unten sacken.

Fazit:
Das Ende der Jahreszeiten Reihe lässt mich persönlich mit sehr gemischten Gefühlen zurück. Zum einen sind da die ständigen Klischees, die einfach nur unrealistisch sind und dann auch noch das ständige Hin oder doch Her. Das hat mich besonders aufgeregt.

Und dann gibt es noch die Auseinandersetzung, welche Jennifer Wolf weit ab der ausgetretenen Mainstrampfade beschreiben hat. Dank dieser einfühlsamen Einarbeitung konnte das Buch mich dann doch dazu bringen es nicht gänzlich abzubrechen.
Denn sie schreibt darin sehr viel Wahres, was viele in meiner LGBTQ und auch ich selbst erfahren habe.
Somit schafft es das Buch dennoch ein wenig Diversität zu bekommen, selbst wenn sehr viele Klischeekeulen geschwungen werden.

Somit verdient sich dieses Buch 3,0/5,0 Punkten.

An dieser Stelle bedanke ich mich bei dem Carlsen Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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