[Rezension] The Chosen. Was wir hoffen von Pia Sara

The Chosen. Was wir hoffen bei Oetinger


 PRODUKTDETAILS:

Titel: The Chosen. Was wir hoffen
Reihe: The Chosen #1
Autor: Pia Sara
Genre: Dystopischer Endzeitroman im Jugendbuchbereich
Herausgeber: Oetinger34 (ein Imprint der Verlagsgruppe Friedrich Oetinger GmbH)
Erscheinungstermin: 01. Juli 2015
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-95927-971-0
Format: eBook
Seitenzahl: 140 Seiten

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Von Liebe und Überleben

Im Jahr 2316 gleicht die Erde einer lebensfeindlichen Wüste: Weite Landstriche sind durch Atomkatastrophen verstrahlt, das Wasser wird knapp und es herrschen blutige Bürgerkriege. Jeanne und ihre Familie kämpfen jeden Tag ums Überleben. In dieser lebensfeindlichen Welt trifft Jeanne auf den Segler Ian, einen Jungen mit goldener Haut, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Gibt es auf der Erde vielleicht doch noch Hoffnung auf eine Zukunft?

Der Verlag über das Buch:
The Chosen – Der grandiose Auftakt, atemlos spannend und emotional packend: eine bedrückende Zukunftsvision und zugleich eine große Liebesgeschichte!

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Mit viel Feingefühl und emotionaler Nähe beschreibt er die Überlebensfrage und wirft dabei Fragen auf, die den Leser nicht loslassen.

Das Cover/Die Gestaltung:
Präsent im Vordergrund gehalten, sehen wir die schwarzen Umrisse zweier Menschen auf hügligem Untergrund, während Vögel, scheinbar Möwen, um ihre Köpfe kreisen. Der wolkenverhangene Himmel ist mit einer futuristischen Struktur gekennzeichnet, welche ein mechanisches Auge darstellen könnte. So wirkt dieses Cover vor allem auf die Zielgruppe und hebt sich auch durch den geteilten Titel ab, welcher zuerst am oberen Rand die Worte der Reihe bilden und schließlich am unteren Rand, vor der Schwärze den Titel des Buches. Zwar werden die Figuren durch die Umrisse etwas veranschaulicht, dennoch bleiben dem Leser noch Interpretationsmöglichkeiten, um sich das Aussehen der beiden Hauptfiguren vor Augen zu führen. Das Cover wirkt somit ausgeglichen und zieht den Leser an, der sich beim näheren Betrachten auch schon ein Bild des Settings machen kann.
2,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Pia Saras Stil ist eine perfekte Mischung aus jugendlicher Sprache, Beschreibungen und Einfühlungsvermögen. So schafft sie es Emotionen beim Lesen hervorzurufen und mit ihren Beschreibungen bildhafte Gedanken aufkommen zu lassen, ohne überladen oder zu plump zu wirken.
Der Leser kann sich hierbei gänzlich auf die verschiedenen Personen einlassen, die er direkt vor Augen hat, denn Pia Sara schafft es den Figuren durch ihre Abwechslungsreiche Sprache eine eigene einzuhauchen, mit den sie sprechen und agieren.
2,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Der Ausbau der beiden Hauptprotagonisten beginnt zuerst schleichend, bedenkt man, dass sie sich erst einige Zeit später über den Weg laufen werden. So bekommt man die Sichtweise der weiblichen Hauptperson so geschildert, dass man ihren Weg folgt, der durchbrochen mit einigen Sequenzen des männlichen Gegenparts ist. Und auch wenn die Figuren durch Pia Sara eine eigene Sprache haben und jeder anders agiert, bleiben vor allem die Nebenpersonen etwas im Hintergrund. Diese wirken selbst nach dem Ende des Buches noch leicht konturenlos, sodass man nicht unbedingt jede Figur einem Namen zu ordnen kann.
Während man deutlich die schleichende Veränderung der Hauptprotagonistin spürt, die vor allem mit auftauchen der männlichen Figur immer mehr Fahrt aufnimmt, wirken einige der Figuren in ihren Entwicklungen sprunghaft.
1,5/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Wo man zu Beginn vor allem der Suche nach einem Platz zum Überleben folgt, nimmt die Story zum Ende hin an Fahrt auf. Geschickt gelegte kleine Andeutungen bleiben dem Leser zwar im Gedächtnis, doch werden sie erst mit Ankunft an dem Ort wirklich greifbar. So wird es, trotz der eher langen Reise, nicht langweilig, bisweilen nur etwas langatmig. So bleibt am Anfang einiges im Ungewissen, was sich zum Ende hin jedoch ändert. Dort überschlagen sich die Ereignisse, enden mit einem fiesen Cliffhanger. Zum Glück gibt es für alle die den zweiten Teil noch nicht herunter geladen haben, eine Leseprobe. So kann man sich erst einmal über den Schock am Ende herauslesen, ehe man wartet bis der Download des zweiten Teils fertig ist.
Man merkt, wie Pia Sara vor allem Wert auf die Beschreibung der Umstände gelegt hat, die sich aus dem Setting ergeben, sodass man auch diesem folgen kann, während die Handlung der Reise zu diesem Ort voranschreitet und mit zum Teil sehr realistisch wirkenden Voraussagungen zum Kapitelanfang den Leser zum Nachdenken anregen.
1,5/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Da es einige Zeit dauert, bis man wirklich an dem Ort ankommt, an dem die Handlung Fahrt aufnimmt, ist der Aufbau langsam steigend, bis er beim Höhepunkt schnell einen Schlusstrich zieht und auf den zweiten Band verweist. So ist man als Leser leider etwas frustriert, aber will unbedingt weiter den Handlungen folgen, die nach diesem Auftakt nun wirklich immer mehr an Fahrt aufnehmen. So merkt man es auch den Figuren an, dass sie auf diese Trilogie ausgebaut sind. So kann man zwar die Figuren dabei beobachten, wie sie verständliche Handlungen begehen und sich weiterentwickeln, jedoch bleiben die Nebenfiguren noch etwas im Schatten.
1,5/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 8,5 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die sich auf eine Story freuen, die nicht nur Endzeitstimmung verbreitet, sondern auch so aufgearbeitet ist, dass der Leser sich unweigerlich mit den Themen beschäftigt, die zu Beginn jedes Kapitels auftauchen. Zwar merkt man, dass die Handlung sich erst langsam entwickelt und zum Ende hin so stark aufgebaut ist, dass man den zweiten Teil gleich dazu kaufen muss, um den Cliffhanger zu entkommen. Wer also diesen Teil kauft und nicht nur die Leseprobe von Band zwei mit verschlingen will, der sollte auch gleich den zweiten dazu kaufen. Zwar ist es etwas lästig, dass sich die Handlung erst etwas hinzieht und dann bei vollkommener Action selbst ausschließt, aber dennoch kann man darüber hinweg sehen, warum ausgerechnet hier ein Break gemacht wurde.
An dieser Stelle danke ich dem Team vom Oetinger34 Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.
Gerne verweise ich auch an dieser Stelle nochmals auf mein Leserprofil bei diesem Projekt des Friedrich Oetinger Verlags, bei welchem ich nicht nur in die entstehenden Projekte Einblick habe, sondern mit meinen Rezensionen auch den Autoren helfe.

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