[Rezension] Liebessprung von Christiane Bößel

Liebessprung auf der Seite der Autorin

PRODUKTDETAILS:

Titel: Liebessprung
Reihe: Liz und Vincent #1
Autor: Christiane Bößel
Genre: Liebesroman
Herausgeber: (folgt noch, momentan noch nicht einsehbar ob über Neobooks oder CreateSpace)
Erscheinungstermin: 20. Juli 2015
Sprache: Deutsch
ISBN: (folgt noch)
Format: eBook
Seitenzahl: 343 Seiten

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Liz, Krankenschwester auf einer urologischen Station, wünscht sich eigentlich nur ein ganz normales Leben mit einem netten Mann und einem Job, der Spaß macht. Stattdessen ist da Kollege Helmut, der Liz zwar unter seinen knackigen Körper, aber nicht in sein Herz lässt, ein Arbeitsalltag voller alter Männer und zuhause ein ständig beleidigter Kater und eine freizügige Mitbewohnerin.
Als ob das nicht genug wäre, verliebt sich Liz auch noch unsterblich in einen bewusstlosen Patienten.

Und dann behauptet der noch, aus dem Koma erwacht, er stamme aus einer anderen Dimension.

Alles nur eine blöde Ausrede?
Aber es würde erklären, warum Vincent immer wieder unauffindbar verschwindet und warum er so aussieht wie der fiese Exlover Helmut.

Ist Liebe zwischen den Dimensionen überhaupt möglich?

Der Verlag über das Buch:
Ein Mix aus heiterer Liebesgeschichte, Fantasy/SF und Erotik.
Der Auftakt zu einer überdimensionalen Trilogie über die Liebe zwischen Liz und Vincent.
Der Roman enthält erotische Szenen.

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Ein Roman, der mehr Wert auf den Kitschfaktor Liebe legt, anstelle mit Handlung überzeugen zu wollen.

Das Cover/Die Gestaltung:
Das in zartem violett gehaltene Cover zeigt die beiden Hauptfiguren und gibt dem Leser somit die Möglichkeit sich zu identifizieren. So wird das Aussehen der Figuren aufgegriffen, was vor allem für weibliche Leser einen Reiz hat. Wer aber bei einem Cover nicht nur Figuren, sondern auch etwas anderes sehen will, wird nicht zu diesem Buch greifen.
0,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Christiane Bößel hat eine einfach gehaltene Alltagssprache, welche dem Leser einer Liebeslektüre das Vorankommen vereinfachen dürfte. Neben dieser Eigenschaft, versucht die Autorin mit dem beschreibenden Stil ebenso versucht komisch zu sein, indem sie ihre Figuren manchmal vulgär, manchmal übertrieben und manchmal bewusst anders erzählen lässt. So ist der Schreibstil eine Mischung aus einem kleinem Teil guter Anlage, aber keinem gut durchdachten Handwerk und dem üblichen unzähligen Beschreibungen.
0,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Zwischen Erotikmodelmaßen, dem üblichen Klischee und einer Schablone: Dort lassen sich die Figuren nieder, die die Autorin für ihr Werk ausgewählt hat. So haben die Hauptfiguren zwar einen Charakter, aber eben einen solchen, der trotz der Übertreibungen keineswegs anders ist, als die auf dem jetzigen Markt auftauchenden Massenwaren. Die aufgezeigten Protagonisten beweisen deswegen auch keinerlei Eigeninitiative und wirken somit auswechselbar, ohne besondere Merkmale und widersprechen so ihren Handlungen, dass man sie einfach nicht für glaubhaft halten kann. Sie machen keinerlei Entwicklung durch, sagen in einem Moment etwas und tuen dann das genaue Gegenteil. Dies wäre erfrischend, wenn diese zumindest weitab vom Mainstream wären und sich nicht versuchen würden an Charakteren zu messen, die ebenso wenig Tiefe und Verhältnissmäßigkeit orientieren.
0,0/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Ein Plot ist leider nicht zu erkennen, dafür aber eine Aneinanderreihung von Alltagsüblichen Situationen, die komisch wirken sollen, aber keineswegs interessant. So werden Handlungen bis ins kleinste Detail geschildert, ohne, dass sie den eigentlichen Punkt übersteigen und Plotorientiert werden. Das was einem in der Beschreibung versprochen wird, lässt leider so lange auf sich warten, dass erst die letzten fünf bis zehn Seiten den wirklich interessanten Teil beschreiben. Der Rest ist einfach nur bloßes Geplänkel, vom Kindergartendrohen bis hin zu Sex, der in keiner Weise etwas mit Erotik zu tun hat. Von Fantasy und Science-Fiction fehlt jede Spur. Ein bloßes Beiwerk, um eine langatmige und kindische Lovestory etwas auszuwerten.
Dabei ist der Grundgedanke der verschiedenen Universen ein wirklich guter Aufhänger. Gut, keiner der einem Leser nicht bekannt sein dürfte, aber dennoch etwas, womit man arbeiten hätte können. So werden aber weder fantastische Elemente noch die üblichen in der Science-Fiction auftauchenden Begebenheiten beschrieben. Alles bleibt im Hintergrund, nur dieses Geplänkel der kindischen Hauptfiguren werden so permanent in den Vordergrund geschoben, sodass man glaubt, man hätte das falsche Buch in der Hand.
Ein aus einer anderen Dimension stammender Mann, dessen Welt weiterentwickelt zu sein scheint als die unsere, macht alleine kein Science-Fiction aus. Denn dazu gehört viel mehr als die bloße Tatsache eine Welt zu schaffen, die technisch höher ist als unsere, aber keineswegs auf diese oder deren naturwissenschaftlichen Überlegungen wissenschaftlich einzugehen.
 0,5/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Durch die vielen nicht Handlungsorientierten Beschreibungen vom alltäglichen Geschehen, zieht sich der Aufbau so sehr in die Länge, dass man frustriert wird. Wann endlich wird man mal etwas wirklich Spannendes lesen, etwas, was nicht mit so viel Schnulz zu tun hat? Das, was die Beschreibung verspricht wird man kaum angesprochen und so lässt auch der ganze Ablauf nicht gerade nachvollziehbar. Zudem kommen die Figuren, allesamt übertrieben und keinem wirklich geradlinig aufgebauten Charakterzug entsprechend. Sie passen sich der Handlung an, ohne wirklich auf diese einzugehen, ohne wirklich darauf zu achten, ob die Figur so glaubwürdig ist oder ein bloßer Abklatsch von einzelnen Zügen, die nicht zusammen passen und keineswegs einen Reiz ergeben. Sie könnten es, wenn diese Zwiegespaltenheit wirklich glaubhaft herüber kommen würde.
0,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 0,5 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die mit Vorliebe die üblichen Telenovelas und Soaps im Fernsehen anschauen. Denn diese bekommt man. Eine Ärzteserie, die dem ewigem Hin und Her, dem Schmachten und den unbedeutenden Wendungen der Liebesbeziehungen die nur so vor Kitsch triefen.
Von denen in der Beschreibung auftauchenden Genre ist leider weit und breit keine Sicht, was das Lesen sehr frustriert, wenn man hofft endlich mal etwas außerhalb des Mainstreams zu lesen. Wer also auf das Wer-mit-wem-und-wie liebt, der sollte zu diesem Buch greifen. Wer jedoch keine übliche Lovestory lesen will, der sollte die Finger davon lassen.
An dieser Stelle bedanke ich mich bei der Autorin Christiane Bößel für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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