[Rezension] Das fremde Meer von Katharina Hartwell

Das fremde Meer bei Berlin Verlag


PRODUKTDETAILS:

Titel: Das fremde Meer
Reihe: -
Autor: Katharina Hartwell
Genre: Phantastische Literatur im Belletristikbereich
Herausgeber: Berlin Verlag (ein Verlag der Piper Verlag GmbH)
Erscheinungstermin: 16. Juli 2013
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-8270-1137-4
Format: Hardcover
Seitenzahl: 576 Seiten

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:

Eine Liebe, viel zu groß, um sie nur einmal zu erzählen

Marie gehört zu den Menschen, die glauben, dass Katastrophen immer nur die treffen, die nicht auf sie vorbereitet sind. Sie rechnet darum stets mit dem Schlimmsten - und behält recht: Sie ist eine Außenseiterin, ängstlich, verzweifelt, meist stumm und voller Sehnsüchte. Womit sie nicht rechnet? Gerettet zu werden, von Jan, der so anders als sie selbst scheint.
Von ihm fühlt Marie sich gefunden. Doch ganz traut sie ihrem Glück nicht, denn sie weiß: »man kann alles trennen, teilen und spalten, sogar ein Atom«. Was haben Marie und ihre Geschichten dem Schicksal entgegen zu setzen? Kann die Literatur ein Leben retten? Kann sie erzählen, wofür es keine Worte gibt?

Der Verlag über das Buch:
Dieses Buch ist eine Reise: in die Salpêtrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als "Mobilien" durch die Stadt wandern; in die Geisterfabrik, wo Seelenfragmente zu Spiritografien verarbeitet werden… Zehn Kapitel, zehn mal die Geschichte von Marie und Jan.

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Phantastisch literarisch mit viel Fantasie und einer Geschichte die ruhig noch öfter erzählt werden könnte.

Das Cover/Die Gestaltung:
Das Weiß sticht einem als Leser sogleich in die Augen. Das blau grün des Titels lenkt den Blick beim Lesen weiter nach unten, bis man als neugieriger Betrachter den Kompass erkennt, welcher leicht schräg am unteren Rand steht. So unaufdringlich und dennoch aussagekräftig. Spielend mit Farben und Symbolen, dass man es einfach in die Hand nehmen muss.
2,0/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Katharina Hartwells Stil ist so literarisch, dass sie in ihren Worten mehr verpackt, als es Beginn erscheint. Sie schafft es den Leser mit ihren Worten zu bannen, zu erfreuen und mitten ins Herz zu treffen.  Ihre Worte bleiben im Kopf, spielen mit den Gedanken und lassen einen vor Freude mehr als weiter lesen wollen. Mehr. Mehr und immer mehr lesen. Um weitere Worte, weitere Bilder und weitere Umschreibungen in sich aufzusaugen.
2,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Sie sind anders. Anders jeder für sich. Und doch gleich. Was dem Plot geschuldet ist. Was wichtig ist. Was sie miteinander verbindet. Beim Lesen ist das großartig, denn obwohl die Figuren ähnliche Verhaltensweisen haben, entdeckt man immer wieder etwas Neues, etwas anderes. Etwas Einzigartiges. Denn jede der handelnden Figuren ist etwas Besonderes. Sie haben Dinge in sich die man kennt, Dinge, die man liebt und auch an sich oder anderen erkennt. Und dann gibt es da Dinge die anders sind. Weit ab von den Allgemeinplätzen, obwohl einige Figuren gerade mit diesen Klischees auch spielen. Sie neu erfinden, neu mischen, sie aufbrechen und dann zu anderen Eigenschaften machen, die durch ihre Kleinigkeiten etwas ganz Besonderes werden.
2,0/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Eine Geschichte. Mehrmals erzählt. Nie gleich, nie im selben Genre. Einzigartig jede auf seine Weise. Verbunden durch die Liebe. Ein bisschen Kitsch, welches das Herz öffnet, nicht zu viel, gerade genug, um realistisch zu wirken. Jede Geschichte anders erzählt. Andere Dinge, die sich verändern, die sich entwickeln oder Figuren die gänzlich von der eigentlichen Vorlage abweichen. Doch welche ist schon die wahre? Alle? Keine? Das allein ist schon so lesenswert, dass man nur noch weiterliest, um sich wieder in einer anderen Welt zu befinden, diese zu entdecken und zu wissen, dass die Liebe das ist, was sie alle miteinander verbinden.
2,0/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Durch die vielen Geschichten leidet keineswegs die Nachvollziehbarkeit. Nein, es ist wie ein Prozess den man durchlebt. Wie ein roter Faden dem man folgt. So bleiben die Motive gleich, die Gefühle einzigartig wie die Begebenheiten der verschiedenen Ebenen auf denen die Autorin es schafft zu erzählen. Das Neue, was man spürt, wenn man wieder und wieder in eine neue Geschichte eintaucht ist so berauschend wie die Auflösung, die man erahnt, die man instinktiv weiß, ohne sie direkt zu lesen. Berauschend wie der Schreibstil mit all seinen Bildern, mit seinen wundervollen Gefühlen und einzigartigen Worten.
2,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 10,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die sich gerne im Bereich der phantastischen Literatur bewegen und gleichzeitig literarisch verwöhnen lassen wollen. Denn neben einer beeindruckenden Story, die einem nahe ans Herz geht, ist auch die Sprache etwas, was es verdient gelesen und immer wieder gelesen zu werden. Man ist regelrecht inspiriert von den Worten, die Gefühle und Bilder in einem wecken, die man gar nicht von sich selbst kannte.
An dieser Stelle bedanke ich mich bei dem Berlin Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

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