[Rezension] Sunnie und Polli im Land der Monate von Joachim Sohn

Sunnie und Polli im Land der Monate bei Papierverzierer Verlag

PRODUKTDETAILS:

Titel: Sunnie und Polli im Land der Monate
Reihe: -
Autor: Joachim Sohn
Genre: Fairytale Fantasy im Bereich der Phantastischen Literatur
Herausgeber: Papierverzierer Verlag
Erscheinungstermin: 01. März 2015
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-944-54441-0
Format: Klappbroschur
Seitenzahl: 488 Seiten

PRODUKTINFORMATIONEN:

Kurzbeschreibung:
Die Monate sind ganz durcheinander: Juni ist verschwunden und niemand weiß, wo er ist. Höchste Zeit, dass Sunnie und Polli ermitteln. Die Kater haben doch bisher noch jeden Fall lösen können. Das behaupten sie zumindest in ihrer Geschichte. Der Autor Joachim Sohn, der bei den Katern wohnen darf, notiert nicht ganz ungezwungen, was die beiden ihm dazu zu berichten haben. Und was vielleicht äußerlich wie eine Kindergeschichte wirkt, ist in Wahrheit eine höchst anspruchsvolle Persiflage über Heldenreisen, Wortfindungen, Gedankenketten, Buchsatz und nicht zuletzt eine gewisse Selbstironie an die Geschichte über die beiden Kater selbst, die ein reiner Tatsachenbericht ist.

Der Verlag über das Buch:
Fairytale Fantasy für Fans von Walter Moers und Freunde von ganz besonderer Unterhaltung in Wort, Schrift und Bild des Buches.

DIE BEWERTUNG

Meinung:
Voller Fantasie und mit versteckten Finten, ist dieses Buch eine Lesereise aus der man nicht so schnell auftauchen mag.

Das Cover/Die Gestaltung:
Bunt gehalten und mit den gezeichneten Hauptprotagonisten, scheint dieses Cover ein Kinderbuch zu versprechen. Besonders der farbenfrohe Titel des Buches erweckt diesen Eindruck. Dennoch ist dieses Cover gerade deswegen ein Eyecatcher, da es sich durch gerade dieses gezeichnete Cover von den anderen Büchern abhebt. So wird der interessierte Leser schnell den Klappentext lesen wollen, welcher mit philosophischen Fragen schnell auch die jugendlichen und auch erwachsenen Leser erreichen wird. Und wenn man nun das Buch aufklappt springen einem im Inhaltsverzeichnis die verwirrten Groß- und Kleinbuchstaben auf, welche nicht nur Sprachstilistisch ein echtes Highlight sind, sondern auch grafisch.
1,5/2,0 Punkten

Die Sprache/Der Satzbau:
Joachim Sohns Sprachstil ist eine bildliche Angelegenheit. Er geizt keineswegs mit Beschreibungen oder Metaphern, welche das Lesen amüsant machen und ebenso zum Denken anregen, wie die Sinnfragen, welche im Plot auftauchen. So spielt der Autor mit einer Fülle von Handwerkszeug, welches von einer bewusst verkehrten Groß- und Kleinschreibung (in den Kapitelüberschriften) bis hin zu den Beschreibungen (im Text) reichen und das Lesen zu einer Reise machen, welche einem vorerst nicht aus dem Kopf gehen mag.
2,0/2,0 Punkten

Die Figurentiefe/Die Figurenentwicklung:
Die Figuren sind anders. Sie sind keine Klischees und gerade deswegen wohl auch so liebenswert. Man kann über ihre Eigenheiten schmunzeln, die Augen verdrehen oder auch die Stirnrunzeln. Alles ist dabei. Und das ist auch erfrischend neben den sonst so üblichen Figuren im Fantasybereich. So spielt der Autor bewusst mit den Begebenheiten, die jedem Leser des übergeordneten Genres bewusst sind. So erschafft er liebenswerte Figuren die an sich selbst wachsen und sich mit der Geschichte immer mehr und mehr entfalten, weil sie sich gegenseitig beeinflussen.
2,0/2,0 Punkten

Der Plot/Der Geschichtsverlauf:
Der Plot ist ebenso ungewöhnlich wie seine Figuren, die ihn wirken lassen. Keineswegs ist es nämlich so, dass er nicht durch seine Figuren erst zu dem wird, was er ist, was man in ihn hinein interpretieren kann. So werden Wendungen gut durchdacht in Szene gesetzt und sich nur gelegentlich in den Beschreibungen verloren, wodurch sich zum Teil auch die Dicke des Buches erklären lässt. Nichtsdestotrotz ist dieser Fantasyroman gespickt mit Anleihen, mit wissenden und unwissenden Momenten, die einem das Lesen zu einer Reise machen und ebenso zum Mitdenken wie auch zum Entdecken sind.
1,5/2,0 Punkten

Der Aufbau/Die Nachvollziehbarkeit:
Einzigartige Figuren, welche den Plot ebenso beeinflussen wie umgekehrt, lassen dem Leser wissen, dass der Autor sich beim Schreiben etwas gedacht hat, um seine Ideen verpackt rüberzubringen. So baut sich die Story mit den Figuren auf und wird ebenso durch diese beeinflusst, sodass man nicht sagen kann, was wäre, wenn es nicht diese Figur wäre, die hier agiert. So bleibt alles rund und wirkt durch die enge Verbundenheit ebenso nachvollziehbar wie unreal, sodass man sich einfach auf diese Reise einlassen muss.
2,0/2,0 Punkten

Fazit:
Mit 9,0 von 10,0 Punkten vergebe ich all denjenigen die Leseempfehlung, die einmal etwas ganz anderes abseits der eingetretenen Pfade lesen möchte. Denn dieses Buch ist anders. Von der Gestaltung, über das vermischende Genre bis hin zu seinen Figuren, welche den Plot in seiner Fülle beeinflussen wie auch er die Figuren sich entwickeln lässt. Mit dieser Kombination lässt sich eine Lesereise erfahren, welche einem zum Mit- und Nachdenken bringt, in der man nebenbei ebenso Handelnder und auch Betrachter ist, der sich an diesem Roman mit beteiligen muss, um ihn zu entfalten.
An dieser Stelle danke ich dem Papierverzierer Verlag und dem Autor Joachim Sohn für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar mit liebevoller Widmung.

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